7 Social Media Typen und wie Sie Ihr Business bereichern können

Achim B. C. Karpf am 20. Oktober 2015
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#socialmedia #businessBeschäftigt man sich mit Social Media, dann wird schnell klar, dass das Posten von Artikeln, Bildern und Informationen zum Unternehmen und/oder den Produkten/Dienstleistungen nicht alles ist, was die verschiedenen Netzwerke an Funktionen bieten. Gerade die großen Anbieter wie Facebook oder Twitter gehen mehr und mehr dazu über, ihren Nutzern und besonders den Gewerbetreibenden zusätzlichen Service zu offerieren. So ändern auch nach und nach die kleineren Social-Media-Kanäle wie Instagram ihre Strategie und nehmen jetzt auch Werbeanzeigen in ihren Stream mit auf.

In diesem Artikel wollen wir Ihnen sieben Impulse bieten, um die Möglichkeiten der verschiedenen Netzwerke für sich besser zu nutzen und Ihre Inhalte optimierter zu vermarkten.

1. Beziehungsnetzwerke bieten eine persönliche Basis

Jedes Netzwerk ist anders. Facebook ist beispielsweise sehr beziehungsaffin und das Team rund um Marc Zuckerberg bietet verschiedene Funktionen an, um die Beziehungen unter den Usern zu stärken. So können Personen auf Bildern getaggt werden, es gibt einen Chat, um sich als Einzelpersonen oder in Gruppen auszutauschen.

Darüber hinaus können Veranstaltungen angelegt und geteilt werden und Erinnerungen an besondere Tage im Leben des Users werden ihm direkt in der Startseite gezeigt. Die Geburtstagserinnerung ist zusätzlich eine kleine, aber wichtige Sache für die User, um ihre Interaktion zu pflegen.

Beziehungsnetzwerke wie eben Facebook bieten Unternehmen eine einmalige Chance, ihre Marken mit den Nutzern auf einer persönlichen Ebene zu kommunizieren. Das bedeutet, dass es sich fast keine Marke mehr leisten kann auf eine eigene Fanpage oder einen Twitteraccount zu verzichten. Dabei ist aber der Aufenthaltsort der jeweilige(n) Zielgruppe(n) zu berücksichtigen. Soll heißen, dass sich nur ein Social-Media-Account lohnt, wenn vorher klar ist, dass sich die Zielgruppe(n) dort auch aufhalten. Diese Analyse muss im Vorfeld passieren, um eine passgenaue Kommunikation zu gewährleisten. Dazu gehört, dass Kunden mit ihren Fragen, Anregungen und auch ihrer Kritik abgeholt werden und Antworten erfolgen müssen. Alles andere ist kontraproduktiv, daher sollte der Einsatz in den Netzwerken im Zuge der eigenen Kommunikationsstrategie überdacht werden.

2. Bilder und Videos – wichtige Trends mit Entwicklungsmöglichkeiten

Youtube, Instagram, Twitter und Facebook haben eins gemeinsam: Medieninhalte können mit den Nutzern geteilt werden. Während Facebook und Twitter in der Kommunikation primär textlich orientiert sind, eignen sich die andern Netzwerke eher für eine Kommunikation mittels Bildsprache. Aktuell bietet Twitter noch die Begrenzung auf 140 Zeichen an. Ob diese Bastion, die auch den USP des Netzwerks ausmacht, fallen wird, ist derzeit noch Spekulation. Dass nun die Zeichenanzahl bei den Direktnachrichten auf 10.000 erweitert wurde, zeigt, wie stark sich Twitter an seinen Mitbewerber orientiert.

Betrachtet man sich Plattformen wie Flickr oder Instagram näher, dann wird deutlich, dass der Fokus auf dem Posten und Verbreiten von Fotos liegt. Im Gegensatz zu Flickr bietet Instagram aber auch die direkte Erstellung von 15-sekündigen Videos an. Damit hebt sich der Kanal deutlich von anderen Bildnetzwerken, wie beispielsweise Pinterest, ab. Flickr erlaubt allerdings seit neustem die Option, Videos hochzuladen. Damit sind kurze und teilweise spontane Videos, wie bei Instagram, nicht möglich, aber ein Schritt in die richtige Richtung ist damit getan.

Vine und Youtube sind primär auf Videos ausgelegt. Wobei Vine einen sehr künstlerischen Kern hat, da nur Videos mit 6 Sekunden Länge möglich sind. In den USA gibt es bereits Künstler, die sich einen Namen damit gemacht haben, sehr kreative und verrückte Vines herzustellen. Der Videokünstler Zach King ist einer davon. Durch seine Popularität stellt er nun Vines auch im Auftrag für internationale Marken her.

Die stetige Entwicklung im Bereich – wie zuletzt bei Flickr – zeigt, dass die Bedeutung von Videos steigt. Inzwischen gibt es kaum ein Netzwerk, das diese Funktion nicht anbietet.

3. Live biete völlig neue Möglichkeiten

Plattformen wie Snapchat, Periscope und Meerkat gehen im Gegenzug zu Twitter, Instagram & Co. sogar einen Schritt weiter und bieten mit ihrem Service eine Liveberichterstattung an. Das, was bisher nur TV-Sendern vorbehalten war, ist nun auch für die breite Masse möglich. Auch Facebook bietet diese Option an, derzeit allerdings nur für bestätigte Facebookseiten von Prominenten, die den begehrten weißen Haken (zertifiziert) haben. Hier bilden sich neue Möglichkeiten für Marken heraus, um Kontakt mit ihren Nutzern zu suchen.

Snapchat beispielsweise wird bevorzugt von Zielgruppen in der Altersklasse der 13- bis 26-Jährigen genutzt. Einen Artikel mit einigen Inspirationen, wie Unternehmen Snapchat für sich nutzen können, hatten wir bereits veröffentlicht. Hier wird deutlich, dass Kreativität bei diesem Netzwerk unbedingt erforderlich ist, um die junge Zielgruppe langfristig zu begeistern. Damit bietet Snapchat die Möglichkeit, sich als Unternehmen auszuprobieren.

4. Blogs & Co sind die eigenen Plattformen im Haus

Die Horrorvorstellung schlechthin: Facebook macht seine Tore dicht, die eigenen Inhalte sind weg und der mühsame Aufbau einer Fanbase beginnt von vorne. Allein diese finanziellen und personellen Investitionen könnten so manches Unternehmen an seine Grenzen bringen. Daher wird ein Blog oder die Interaktion auf Plattformen wie Medium oder Tumblr als eine weitere Alternative gesehen. Und je nach Plattform sind die Möglichkeiten für den eigenen Content unbegrenzt vorhanden, denn die Implementierung von Videos, Bildern oder Podcasts sind nur einige Möglichkeiten, um das eigene Blog vielseitig zu gestalten. Dabei bleiben die Inhalte auf der eigenen Seite und können in die einzelnen Social-Media-Netzwerke gespielt werden. Mit der richtigen Content-Strategie werden sie so gestaltet, dass die primäre Interaktion auf dem Blog selbst stattfindet.

Alternativen wie Medium und Tumblr sind wiederum etwas anders zu nutzen. Die Einbindung von Social-Media-Plattformen ist dort nur für Facebook und Twitter möglich. Kanäle wie Instagram, Pinterest, Xing oder andere Netzwerke sind nicht vorgesehen. Dafür erhält man besonders mit Medium eine sehr minimalistische Plattform, die auch sehr gut bei Google rankt.

5. Instant Messenger für Unternehmen

Instantmessenger wie WhatsApp gewinnen zunehmend an Bedeutung für Unternehmen, um ihre Kunden zu erreichen. Glaubt man der Studie von adjust, dann gehört WhatsApp zu den beliebtesten Social-Media-Apps. Kein Wunder, denn schließlich erlaubt die App das Senden von Fotos, Videos, Gruppenchats und Sprachnachrichten. Genau an dieser Stelle können Unternehmen ansetzen und diese Funktionen für sich nutzen. Auch dann, wenn WhatsApp der kommerziellen Nutzung bisher nicht offiziell zugestimmt hat. Beispielsweise können Organisationen mit Duldung von WhatsApp einen Supportservice anbieten oder wie im Fall von n-tv Pushupnachrichten versenden. Einen guten Artikel zu diesem Thema mit weiteren Informationen finden Sie auf dem Blog bloggerabc.

6. RSS-Feeds: Inhalte sammeln und teilen

Gute bildliche Inhalte wollen nicht nur bewahrt, sondern auch verbreitet werden. Dafür eignen sich Netzwerke wie Pinterest und Flipboard sehr gut. Denn Content lässt sich auf diesen Plattformen sammeln, thematisch sortieren und von anderen teilen. Auf diesem Weg erreichen gut aufbereitete Inhalte weitere Zielgruppen, die vielleicht nicht zwangsläufig über Facebook, Twitter oder Google+ zu Ihren Angeboten finden würden.

Eine zusätzliche Möglichkeit, um den Content über verschiedene Social-Media-Kanäle zu teilen, sind RSS-Feeds. Die hier gesammelten Artikel werden in Apps wie Feedly oder Instapaper zur Verfügung gestellt und lassen sich so am Handy oder Tablet einfach lesen und konsumieren. Gerade Kommunikationsverantwortliche schätzen es, noch vor dem ersten Kaffee kurz durch Feedly zu scrollen, um sich bereits vor Arbeitsbeginn nachrichtentechnisch auf den neusten Stand zu bringen.  

7. Gruppenbasierte Netzwerke

Google+, LinkedIn oder auch Xing sind Netzwerke, die einem speziellen Gruppeninteresse folgen. Auf Google+ wird vermehrt über Sachthemen gesprochen bzw. es werden dort entsprechende Inhalte geteilt, die so auf Facebook oder Twitter nicht diskutiert werden. Beruflich basierte Kanäle, wie sie durch LinkedIn und Xing vertreten sind, orientieren sich an einer konzentrierten Zielgruppe für spezielle Angebote und Dienstleistungen im Personalbereich. Auch hier kann es sich lohnen, gut aufbereiteten Content zu teilen, um Leads zu generieren.

Bild: Fotolia / #73360458 | cacaroot

Kunden mit social media gewinnen

Topics: Content Marketing, Social Media, digital

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