7 Tools für eine einfache Content-Recherche

Daniela Sprung am 22. Dezember 2015
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Content Recherche ToolsSie kennen das vielleicht: Sie brauchen einen Text, eine Idee für ein Video oder eine Infografik. Und das Einzige, das Ihnen einfällt, ist nada – nichts! Um hier Abhilfe zu schaffen, stelle ich Ihnen in diesem Artikel einige kostenlose Tools für Ihre Content-Recherche vor, die Ihre Arbeit zukünftig erleichtern können.

Vielleicht wollen Sie auch einen Podcast oder einen Blogartikel erstellen. Aber alles, was gerade vor Ihnen liegt, ist ein weißes Blatt Papier oder ein weißer Bildschirm. Ihnen fällt kein Thema ein, das Sie angehen könnten und vielleicht hängt Ihnen auch noch eine Deadline im Nacken. Also, die denkbar schlechteste Situation für zündende Contentideen.

Google it!

Die einfachste und schnellste Lösung ist die Nutzung von Google. Der Suchmaschinenriese bietet mit dem Google Keyword Planner und Analytics zwei hervorragende Tools für die Recherche an. Der Keyword Planner ermöglicht es, verschiedene Keywords und dazu passende Vorschläge zu finden, die Inspiration für Contentideen geben können.

Sollten Sie Google Analytics oder Piwik für Ihre Webseite nutzen, dann haben Sie einen entscheidenden Vorteil: Sie können anhand der Daten rausfinden, welche Themen auf Ihrem Blog gut laufen. Damit haben Sie bereits Contentideen, auf denen Sie aufbauen können. Beispielsweise indem Sie prüfen, ob Sie den Text ergänzen oder völlig neu angehen wollen.

Twitter – Das Ideennetzwerk

Für mich ist Twitter der kürzeste Nachrichtendienst der Welt. In 140 Zeichen bekomme ich interessante Beiträge und Themen genannt. Ein weiterer Vorteil sind die Funktionen, um Informationen entsprechend der eigenen Interessen zu filtern. Beispielsweise können Sie Listen zu bestimmten Themen anlegen und Accounts hinzufügen, die Sie für passend halten. So haben Sie gut sortiert die für Sie themen- und accountrelevanten Tweets vorliegen.
Doch was wären Tweets ohne Hashtags? Da findet sich gleich die nächste Recherechequelle! Mittels der Hashtagsuche haben Sie die Möglichkeit, gezielt nach Schlagworten zu suchen, um so weitere Inspirationen zu erhalten. Ein bisschen wie der Google Keyword Planner, nur nicht ganz so nüchtern.

Feedly – Feed your Inspiration

Feedly ist eines meiner wichtigsten Tools, um an neue Blogideen zu kommen. Hier habe ich alle Blogs abonniert, die ich gerne lese oder deren Inhalte für mich beruflich wichtig sind. Feedly hat den großen Vorteil, dass Sie hier Rubriken oder Listen anlegen können. Das sieht bei mir wie folgt aus:

bloggerabc-feedly-tools_zur_contentrecherche.jpg

Die Listen scrolle ich schon morgens vor dem ersten Kaffee durch. Und habe so die neuesten Artikel direkt einmal gescannt. Auf diesem Weg sehe ich die aktuellsten Blogartikel meiner Kollegen und mit welchen Themen sich derzeit die Branche beschäftigt.

Diese Informationen beinhalten gute Anhaltspunkte für Artikelideen oder aber auch für die Themenplanungen bei Kunden. Falls Sie Feedly noch nicht nutzen, probieren Sie es einmal aus. Die Funktion gibt es für den Computer und als App. Sie können so von unterwegs neue Ideen sammeln und diese dann beispielsweise in Evernote festhalten.

Evernote – Everyday

Evernote nutze ich vor allem, um Contentideen zu sammeln. Erst letzte Woche habe ich meine Themenplanung für bloggerabc damit komplett umgesetzt. In Evernote habe ich alle Themen in einem Notizbuch gesammelt und sie mit den jeweiligen Quellen hinterlegt. Entsprechend den nächsten 52 Kalenderwochen habe ich sie dann geordnet, wobei ich auch Besonderheiten innerhalb des Jahres berücksichtigt habe. Dazu gehören beispielsweise die republica oder die dmexco. Mittels Agenda Setting oder Surfing bin ich flexibel in der Sammlung meiner Contentideen und in der Festlegung meiner Themen.

Pocket – always with me

Pocket ist ein großartiges Tool, das sich wunderbar mit Feedly und Evernote kombinieren lässt. Es ist dafür gedacht, Artikel abzuspeichern und zu einem späteren Zeitpunkt zu lesen. Das heißt, wenn ich Artikel finde, für die ich aktuell keine Zeit habe, dann speichere ich sie mir mit einem Klick in Pocket ab. Die Funktion wird auf dem Rechner und auf dem Smartphone mittels App installiert. So kann ich jederzeit von überall auf meine Artikel zugreifen – auch offline.

Für die Content-Recherche ist Pocket meiner Meinung nach unerlässlich, denn alle Artikel kann ich mit Schlagworten versehen, anschließend nach Evernote verschieben und dort sammeln. Die hervorragende Schlagwortsuche von Evernote wiederum ermöglicht es mir, die Inhalte für meine Content-Recherche bereitzustellen.

Feedly selbst ist bereits mit Pocket verknüpft. Daher ist es nicht nötig den Artikel aufzurufen, sondern er kann direkt in den „Später lesen“-Dienst geschoben werden.

Pinterest

Ein soziales Netzwerk, das meines Erachtens zu wenig Beachtung für die Content-Recherche und das Content-Marketing erhält, ist Pinterest. Auf der Plattform finden Sie vielmehr als nur schöne Bilder. Dort werden auch Beiträge geteilt. Diese können mit der Suche wiederum sortiert und an die eigene Pinwand gepinnt werden. Legen Sie dazu ein geheimes Board an, welches nur Sie sehen und wo Sie Ihre Rechercheergebnisse sammeln.

Leider können Beiträge erst über Pocket gespeichert oder in Evernote übertragen, wenn Sie die Inhalte im Netz aufrufen. Direkt aus Pinterest funktioniert es nicht. Das tut der Nutzung allerdings keinen Abbruch, weil Sie hier viele Inspirationsquellen haben, die Sie woanders erst einmal nicht finden.

Pablo – Use the inspiration

Ebenso wie der Künstler Pablo Picasso ist das Tool Pablo von Buffer ein Quell an Inspiration. Allerdings weniger als Recherchetool, sondern vielmehr als Inspiration für Zitate auf schönen Fotohintergründen und das formatweise zugeschnitten für die sozialen Netzwerke.

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Eine große Arbeitserleichterung, wie ich finde. Eine Anleitung, wie Pablo genau funktioniert, habe ich Ihnen hier beschrieben. Grundsätzlich empfiehlt es sich, damit zu spielen und die klugen Worte wirken zu lassen. Ich bin mir sicher, dass daraus so manche Contentidee entstanden ist.

Fazit:

Um Ihr Content-Marketing voran zu bringen und Themen für Ihren Blog zu recherchieren, haben Sie eine Vielzahl von kostenlosen Tools zur Verfügung. Aber denken Sie auch daran, dass die besten Geschichten immer noch offline passieren. Darum nutzen Sie die Chance und binden Sie Ihre Kollegen oder Mitarbeiter in die Recherche ein. Hören Sie ihnen zu, fragen Sie nach konkreten Anliegen, die in Gesprächen bei Ihrem Kundenservice oder Netzwerkpartnern auftauchen.

Nutzen Sie zusätzlich Ihr Kundenfeedback und gehen Sie darauf ein. Manchmal hilft es auch, den Fragenden direkt zu kontaktieren und aus dem Gespräch heraus zu berichten. Aus solchen Gesprächen lassen sich tolle Best-Practise-Beispiele ableiten. Ein Beispiel, wie das aussehen kann, habe ich in diesem Artikel beschrieben. Diese Inspirationen können Sie aufnehmen und zu einem wertvollen Artikel umsetzten. Natürlich ohne Namen zu nennen.

Content-Recherche ist keine Raketenwissenschaft, sondern lediglich Arbeit. Machen Sie diese gewissenhaft und regelmäßig und Sie kommen in kurzer Zeit an Ihre Inspirationen und Ideen.

Für dieses Jahr ist das mein letzter Beitrag auf dem Blog von NetPress. Ich wünsche Ihnen frohe Weihnachten, ein besinnliches Fest und alles Gute, Gesundheit sowie Erfolg für 2016.

Headerbild: Fotolia / momius

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Topics: Content Marketing, Tools

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