Aus Social Media Fehlern von anderen lernen

Francois Benner am 26. März 2015
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Social Media Fehler vermeiden

 

Social Media sollte inzwischen für jedes Unternehmen zum Alltag gehören. Und häufig herrscht allerdings immer noch die Meinung vor, dass es nebenbei, ohne großen zeitlichen und finanziellen Einsatz mitlaufen kann. Wenn man sich dafür entscheidet, sollte man es jedoch auch konsequent weiterführen. Werden Social Media Auftritte aber erst aufgezogen und dann vernachlässigt, bleibt der Erfolg aus und die Motivation innerhalb des Unternehmens verschwindet. Aber auch die, die sich um ihren Social Media Auftritt kümmern, tappen hin und wieder in die vielen Fettnäpfchen, die soziale Netzwerke bereithalten.

Schief gelaufene Social Media Kampagnen – ein paar Beispiele

Nicht jeder Social Media Auftritt entwickelt sich immer, wie es geplant wurde: Das musste z.B. die New Yorker Polizei erfahren. In ihrer Ausgangsidee sollten Bürger Fotos mit NYPD‑Polizisten hochladen und so zum guten Image beitragen. Vergessen wurde im Vorfeld jedoch der ganz simple Fakt, dass nicht nur nette Fotos hochgeladen werden. So posteten viele Leute statt harmonischer Bilder, Fotos von brutalen und gewaltbereiten New Yorker Polizisten. Diesen Bashtag gibt es bis heute.

Konsequenzen zu bedenken ist das eine, Teilnahmebedingungen zu definieren das andere. Das erlebte die Firma Pril: Statt der erhofften neuen Entwürfe für ihre „limitierte Design-Editionen“, schickten die User (sehr zum Missfallen des Unternehmens) Unmengen lustiger Bilder ein. Als Pril dann auch noch die Abstimmungsergebnisse fälschte, um an das gewünschte Bild zu kommen, brach ein Shitstorm aus.

 

Scheitern auf Social Media leicht gemacht: Wie man es nicht machen sollte

Wie man sieht, gibt es viele Möglichkeiten, den eigenen Social Media Auftritt zu verpatzen. Der Auslöser muss aber nicht unbedingt in schief angelegten Kampagnen liegen. Es reicht schon, wenn Sie Ihren Auftritt zwar perfekt aufziehen, Ihre Zielgruppe aber überhaupt nicht auf Social Media Kanälen anzutreffen ist. Genauso wenig ist es empfehlenswert, Social Media zu unterschätzen. Es ist richtig, dass Social Media auf den ersten Blick kostenlos ist. Es reicht allerdings nicht aus, diese Aufgabe ausschließlich an einen Praktikanten abzugeben. Es braucht geschulte Mitarbeiter mit fundiertem Wissen, die professionell die Rolle als Sprachrohr des Unternehmens einnehmen.

 

Ein paar Hinweise bevor man in Social Media startet

Es ist nicht jedem bewusst, dass Social Media dialogbasiert sein sollte. Man sollte darauf verzichten, seinen Auftritt nur für eigene Werbe- und Marketingzwecke einzusetzen. Sowohl ständige Posts mit Pressemitteilungen, oder mit lustigen Katzenbildern sind hier völlig fehl am Platz. Ratsam ist ein cleverer Mix aus verschiedenen Inbound-Marketinginstrumenten, wie qualitativ hochwertiger Content und gekonntes SEO, die sich gegenseitig unterstützen.

Social Media Kanäle können beispielsweise für personalisierte Videos verwendet werden, sind aber wegen ihrer Dialogstruktur auch für den Kundenservice gut geeignet. Fühlt sich die Zielgruppe erst einmal persönlich angesprochen, wird sie von sich aus beginnen, zu kommentieren, zu sharen und zu liken. Netzwerken funktioniert jedoch nicht auf Knopfdruck, denn Kundenbindung ist, wie im realen Leben auch, ein langfristiger Prozess, der eine gute Betreuung voraussetzt.

Bevor man einen Social Media Auftritt umsetzt, sollte dem Unternehmen bewusst sein, dass regelmäßige Aktivitäten wichtig sind, um präsent zu bleiben. Social Media Kanäle brauchen auch freie Ressourcen: Zeit, Budget und professionell geschulte Mitarbeiter. Und es sollte von vorherein geklärt werden, was man mit einem Social Media Auftritt erreichen möchte, immer mit dem Hintergedanken, dass es nicht von heute auf morgen realisierbar ist, das gilt sogar für das schnelllebige Social Media.

 

Unser NetPress-Tipp

Sie können von den Fehlern aus Anderen lernen, in dem folgende Fragen klären, bevor Sie einen Social Media Auftritt in die Tat umsetzen: Wem wollen Sie erreichen, und auf welchen Kanälen befindet sich Ihre Zielgruppe? Die wichtigste Frage bleibt jedoch: Haben Sie genügend freie Ressourcen, um eine dauerhafte Betreuung des Social Media Auftritts zu gewährleisten?

 

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Bildquelle: © 4zevar - Fotolia.com

Topics: Content Marketing, Social Media, Markenkommunikation

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