Die beliebtesten Content-Arten auf Pinterest

Daniela Sprung am 16. Februar 2016
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Content-Arten PinterestPinterest wächst unaufhaltsam und gehört zu den erfolgreichsten Social-Media-Kanälen. Mit über 100 Milionen Nutzern (45 Prozent in den USA) wächst das 2010 gegründete Unternehmen rasant. Der Erfolg von Pinterest liegt darin, ein Hybridformat zwischen Bild und Text sein. Genau das macht dieses Netzwerk so interessant für seine Nutzer. Das hat dazu geführt, dass die Suchanfragen bei Pinterest um 81 Prozent innerhalb eines Jahres gewachsen sind. Dieses Ergebnis hat auch Auswirkungen auf die Produkte und Dienstleistungen der geteilten Inhalte. Denn wenn der Content stimmt, gut dargestellt ist, dann haben Unternehmen gute Chancen Traffic, Reichweite und sogar Umsätze zu generieren.

Zumindest hat der Onlineshopanbieter Shopify diese Erfahrung gemacht und stellt für sich fest, dass:

  •       „The average order value of sales coming from Pinterest is $50 – higher than any other major social platform.
  •       A major driver of online traffic: Pinterest is the #2 overall source of all social media traffic to Shopify stores.
  •       2M people pin product pins per day. That’s 20x more than there are daily shoppers at the Mall of America.
  •       93% of Pinterest users use the platform to plan purchases.
  •       Orders from Pinterest on mobile devices has increased by 140% in the last two years, and orders from non-US countries has increased 130% from 2013 to 2014.“

Erfolgreich auf Pinterest – der Content entscheidet

Pinterest ist ein sehr bildlastiges Netzwerk und unterscheidet sich dennoch von Instagram. Auf Pinterest dominieren schön gestaltete Grafiken in Verbindung mit einem aussagekräftigen Text. Die Bilder sind entscheidend für die Aufmerksamkeit der Follower und eine zukünftige Leadgenerierung. Doch welcher Content funktioniert und warum?

Dafür ist ein Blick auf die Userverteilung nötig. Die Nutzer des Netzwerks sind zumeist weiblich, wobei die männlichen User aufholen. Die Themen drehen sich primär um Essen & Trinken, Do it yourself, Einrichtung, Dekor und Mode.
Entsprechend gehören zu den erfolgreichsten Inhalten Rezepte, wie eine
Studie von quintly zum dritten Quartal 2015 bei Pinterest zeigt. Bei dieser unterscheidet quintly in sogenannte Regular Pins, Recipes, Places und Articles. Schaut man sich die Anzahl der „re-pins“ an, also das Teilen der Pins auf anderen Boards, dann stellen hier die Rezepte mit 62 Prozent den größten Anteil dar.
Betrachtet man allerdings die Summe aller Posts, so entfallen mit 55 Prozent mehr als die Hälfte auf „Regular Pins“. Das kann beispielsweise Typografie oder Design sein. Rezepte hingegen machen bei dieser Betrachtung nur neun Prozent aus.

Welche Informationen können Sie für sich daraus ziehen? Zwar werden Rezepte häufiger geteilt, aber Inhalte, die sich nicht um Nahrungsmittel drehen, werden am meisten gepinnt. Wenn Sie Ihre Produkte und Dienstleistungen ansprechend und informativ aufbereiten, dann haben Sie mit Pinterest eine interessante Plattform, um mit Ihren Followern in Kontakt zu kommen. Eine sehr interessante Infografik von Kissmetrics zeigt, welche Themen wann gut laufen und welche Zeiten sich für Postings lohnen.

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Pinterest bietet Chancen, benötigt aber Zeit und eine Strategie

Meines Erachtens lohnt es sich als Unternehmen  Pinterest auszuprobieren und zu prüfen, was funktioniert und was nicht, um sich eine Community aufzubauen oder mit seinen Followern in Kontakt zu kommen. Wie bei jedem anderen Netzwerk ist hier Zeit und Geduld nötig. Was sich jedoch auszahlt, wie sowohl Pinterest als auch die quintly-Studie zeigen.

Bei der Anmeldung haben Sie die Möglichkeit einen normalen Account oder einen Unternehmensaccount zu wählen. Letzteres unterscheidet sich in ein paar Feinheiten, beispielsweise Analysemöglichkeiten und einer sortierten Pinboardansicht. Zudem können Sie Ihr Logo einbinden und so Ihren Markauftritt einheitlich zu Ihren anderen Kanälen halten.

Für Ihre Themen legen Sie Pinnwände, sogenannte Boards, an. Eine Empfehlung seitens der t3n lautet eine 5-5-2 Strategie zu verfolgen. Sie besagt, dass sich fünf Boards auf die Interessen der Zielgruppe beziehen, fünf Boards etwas völlig anderes behandeln und zwei Boards sich um das Unternehmen drehen sollten.
Ein anderer Weg ist es, die Mitbewerber zu beobachten und zu prüfen, wie sie vorgegangen sind. Dass sie nicht 1:1 kopieren, steht außer Frage. Aber gegen eine Inspiration ist nichts einzuwenden und vielleicht bekommen Sie auch eine gute Idee, die Sie für sich umsetzen können.  

Jedes Board hat ein Titelbild, das Sie gut aussuchen sollten, denn das Coverbild ist das erste, was Ihre Besucher sehen. Am besten nutzen Sie Bilder, die direkt etwas über das Board aussagen und sogleich einen Eindruck verschaffen, was den Besucher dort erwartet.

Bei der Titelbeschriftung sollten Sie ebenso sorgfältig vorgehen. Sie gibt dem User Orientierung und gleichzeitig eine Erwartung. Diese sollten Sie beim Pinnen der Bilder für das Board immer im Hinterkopf haben. Aber keine Sorge, eine nachträgliche Änderungen der Headline ist jederzeit möglich. Ausprobieren ist ausdrücklich erwünscht.

Pinterest bietet die Einbindung eines Widget an. So können Sie Ihren Account direkt mit Ihrer Webseite verbinden und Ihre Besucher darüber informieren, dass Sie Ihnen auch dort folgen können. Nutzen Sie die Möglichkeit, sich mit Usern zu vernetzen, und pinnen Sie auch interessante Inhalte von ihnen.

Grundsätzlich gilt: Sharing is caring. Pinterest gehört zu dem Netzwerk, das davon lebt Inhalte anderer zu teilen. Wer nur in seiner eigenen Suppe schmort, generiert weder Follower noch erhält er Akzeptanz in der Community.

Fazit

Pinterest ist eine hervorragende Möglichkeit innerhalb Ihrer Social-Media-Strategie einen traffic- und reichweitenstarken Kanal zu etablieren. Hochwertiges, kreatives und gut produziertes Bildmaterial verlinkt zu einem hochwertigen Content bietet Ihnen und den Followern eine gute Möglichkeit zur Interaktion. Eine erfolgreiche Leadgenerierung ist damit nicht ausgeschlossen. Gern ist Ihnen das Team von NetPress bei der Beratung und Umsetzung dieser Strategie behilflich.

Headerbild: Fotolia / John Smith

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Topics: Content Marketing, Social Media, Zielgruppe

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