Die Macht der Bilder für eine bessere Pinterest Conversion nutzen!

Romy Fuchs am 21. Januar 2017
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Pinterest ConversionPinterest wächst nach wie vor unaufhaltsam und gehört damit zu den Aufsteigern der aktuellen Social-Media-Szene. Im Juni 2016 waren es 100 Millionen User weltweit, nun sind es laut Ahalogy aktuell schon über 150 Millionen. Der Erfolg von Pinterest liegt darin, dass es ein Hybridformat zwischen Bild und Text ist. Außerdem überzeugt auch der Langzeiteffekt. Beides macht dieses Netzwerk sehr interessant für seine Nutzer und führt zu einer der höchsten Conversion Rates unter den sozialen Netzwerken.

2015 generierten die sozialen Netzwerke in Amerika 30 Milliarden Dollar Umsatz. 16 Prozent davon kamen alleine von Pinterest, obwohl das Netzwerk im Verhältnis zu anderen kleiner ist. Auch der „Average Revenue per User“ (ARPU) – für alle Social-Plattformen eine der wichtigsten Kennzahlen – den Pinterest erwirtschaftet, liegt dementsprechend höher als bei konkurrierenden Social-Plattformen.

Das führt dazu, dass die Suchanfragen auf Pinterest stetig steigen – von 2015 bis 2016 um 81 Prozent. In Amerika konsultieren mittlerweile über 75 Prozent der Käufer im Vorfeld Pinterest oder kaufen (derzeit nur in Amerika möglich) direkt in der Plattform das Produkt. Wenn der Content stimmt und gut dargestellt ist, dann haben Unternehmen gute Chancen, Traffic, Reichweite und mehr Umsätze über Pinterest zu generieren. Unternehmensprofile auf Pinterest sind also Gold wert – sofern starke Fotos und Inhalte für sich sprechen!

Wie Pinnwände „social“ wurden

Gegründet wurde Pinterest 2010 von Ben Silbermann, Evan Sharp und Paul Sciarra. Die Idee einer virtuellen Pinnwand, auf der die User interessante Artikel pinnen, sammeln, immer wieder darauf zugreifen und sie im besten Social-Media-Stil mit anderen Usern teilen zu können, gab es in dieser Form zuvor nicht. Aus der ursprünglichen Idee wurde ein Netzwerk, dass es Usern erlaubt, Inhalte grafisch mittels Bildern zu speichern und sie auf einzelnen „Boards“ zu kategorisieren. Sie können auch anderen Usern „folgen“, die ähnliche Interessen haben, wobei die Attraktivität des Netzwerks hauptsächlich vom User Generated Content abhängt.

Und die Pin-Community wächst und wächst...

In 2016 berichtete Global Web Index, dass Pinterest das am schnellsten wachsende Social Network ist. Auch wenn es nicht so groß ist wie manche der anderen Plattformen. TechCrunch erhielt Einsicht in ein geleaktes Dokument, das zeigt, das Pinterest davon ausgeht, dass die Nutzerzahlen von 151 auf 329 Millionen wachsen und die Einnahmen von 169 Millionen dieses Jahr auf 2,8 Milliarden Dollar bis 2018 steigen werden. Dennoch ist in Deutschland das Netzwerk noch weitestgehend unbekannt – und damit deutlich unterschätzt!

Auch immer mehr Männer pinnen

67 Prozent der Pinner sind unter 40, gegenüber 2015 ein Sprung von 27 Prozent. 54 Prozent der weiblichen User sind zwischen 34 und 55 Jahre alt. 35 Prozent haben ein Haushaltseinkommen von über 100.000 Dollar – eine finanziell sehr starke Zielgruppe also, vor allem vor dem Hintergrund, dass die untere Einkommensschicht vergleichsweise spärlich vertreten ist. Auch immer mehr Männer entdecken die Pinnwände. Im letzten Jahr ist der Männeranteil um 120 Prozent gestiegen. Auch wenn Pinterest immer noch eher als ein „Frauen-Ding" angesehen wird, ist sicher: Über kurz oder lang wird es zu einer Nivellierung der Zielgruppen kommen.

Im Jahr 2016 belief sich der weltweite Anteil der Unternehmen, die Pinterest nutzten, auf 40 Prozent. Laut einer Umfrage gaben 42 Prozent der befragten Marketingentscheider im Januar 2016 an, dass sie die Pinterest-Präsenz ihres Unternehmens künftig ausbauen wollen.

Warum geht Pinterest so „durch die Decke“?

Im Gegensatz zu anderen Plattformen wie Facebook oder Twitter ist Pinterest nicht so schnelllebig. Es bietet die Möglichkeit eine tiefergehende Form der Auskunft über sich selbst zu geben und stellt auch eine „Memo-Datenbank“ aller faszinierenden Internet-Entdeckungen dar. Das geht viel besser als auf Facebook. Und da unser Gehirn grafische Informationen bis zu 60.000 mal (!) schneller verarbeitet als geschriebene, reagieren wir auch deutlich intensiver darauf. Nicht umsonst findet sich auf Facebook kaum mehr ein gesponserter Post ohne ein emotionales Bild. Genau das ist auch die Stärke hinsichtlich der Pinterest Conversion!

Gute Gründe für die hohe Pinterest Conversion Rate

In diesem Fall eröffnet Pinterest jedoch noch ein viel weiteres Spielfeld als man zunächst annimmt. Anders als bei Facebook, wo sich kaum ein User auf eine Unternehmensseite verirrt, sondern nur mit den jeweiligen Fotos und Informationen versorgt wird, passiert genau das auf Pinterest. Der User sieht alle „Pins“ vor sich und wählt aus, bzw. „liked“, was ihn besonders interessiert und klickt sich auch regelmäßig zur Website oder zum Online-Shop durch.

Pinterest_For_Business.jpg

Erfolgreich auf Pinterest – der Content entscheidet

Sie produzieren „nur“ Elektronik-Artikel? Nicht attraktiv genug für Pinterest, meinen Sie? Falsch! Gerade Elektronik-Hersteller erfreuen sich eines zunehmenden Interesses auf Pinterest. Jedes Produkt kann ansprechend sein, wenn der richtige Fotograf oder Creative Director es in Szene setzt. Besonders lohnt sich Pinterest natürlich für die Bereiche Mode, Essen, Auto, Reisen und Gesundheit.

Zwei Beispiele: Wenn Sie jetzt meinen, B2B funktioniert mit Pinterest nicht so gut, dann liegen Sie falsch. Einige B2B-Beispiele stellt der Tailwindapp-Blog vor.

Hubspot

Pinterest HubSpot.jpgSo hat zum Beispiel die HubSpot-Pinterest-Seite alles, was sich die B2B- und B2C-Community in einem Pinterest-Konto wünscht. Dort gibt es Boards mit urkomischen, schlechten Stock Fotos, Mems, Infografiken und sogar die Internet-Lieblingstiere Kätzchen. Darüber hinaus gibt es jede Menge Marketinginhalte. Hubspot bietet kostenlose E-Books, promotet nützliche Webinare und pinnt über alle möglichen Marketinginhalte. Der Trick liegt in der Kombination von Information und „leichten“ Entertainment-Inhalten.

GE

Pinterest GE.jpgSeit seiner Gründung im Jahre 1892 hat General Electric gelernt, dass es, um seinen Status als eines der besten B2B-Unternehmen der Welt beizubehalten, immer wieder auch neue Medien in seinen Marketing-Mix einbauen muss. Und GE leistet einen guten Job, indem es seine doch sehr technischen Angebote, wie zum Beispiel die Innovationen im Bereich Gesundheitstechnologie, in ihren Pins und Boards auch für den durchschnittlichen User greifbar macht.

Fazit:

Pinterest ist auf jeden Fall eine hervorragende Möglichkeit innerhalb Ihrer Social-Media-Strategie einen traffic- und reichweitenstarken Kanal zu etablieren. Gerade für Consumer-Marken ist es ein fantastisches Instrument zur Emotionalisierung und bietet eine bessere Conversion-Rate als etwa Facebook. Aber auch für den B2B-Bereich gibt es spannende Möglichkeiten zur Pinterest Conversion.

Hochwertiges, kreatives und gut produziertes Bildmaterial – verlinkt zu einem hochwertigen Content – bietet Ihnen und den Followern gute Gründe für mehr Interaktion. Insbesondere aber das starke Wachstum und auch neue, in Amerika schon umgesetzte, Tools (wie zum Beispiel der Buy-Button, der einen direkten Kauf innerhalb der Pinterest-Plattform ermöglicht), sorgen dafür, dass Sie Pinterest unbedingt auf dem Zettel, bzw. der Pinnwand, haben sollten.

Allerdings bedeutet die Nutzung von Pinterest oft auch viel Aufwand und bedarf allem des Wissens von Profis, die stimmungsvolle Bilder erkennen und eine Pin-Strategie dauerhaft planen und umsetzen können. Gern ist Ihnen das Team von NetPress bei der Beratung und Umsetzung dieser Strategie behilflich.

Headerbild: Fotolia / John Smith

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Topics: Social Media, Conversion Rate, Pinterest

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