Die Webseite in Zeiten von Social Media, Teil 1/2

Norbert Diedrich am 9. Februar 2016
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Logo_SoMeEs gibt viele gute Gründe, über eine neue/erneuerte Webseite nachzudenken. Francois Benner verdeutlichte die Entwicklung der Anforderungen vor einigen Tagen bei der von Edda Klepp und Norbert Diedrich veranstalteten #SoMeMS in Münster. Das Netzwerk #SoMe und sein in vielen deutschen Städten bereits etablierte Veranstaltungsreihe richten sich an kleine und mittelständische Unternehmen und Freelancer.

Francois-ProfilPic-2016.jpgFrancois Benner in Action

Folgende Frage stand bei der Veranstaltung im Mittelpunkt: Ist Ihre aktuelle Website älter als drei Jahre? Dann ist es nicht unwahrscheinlich, dass...

- SEO angepasst werden sollte,

- Verbesserung der User Experience (UX) möglich sind,

- das Design ist nicht mehr aktuell ist,

- eine Inbound Marketing Strategie im Zweifel noch nicht integriert ist.

Das Verhalten der Käufer oder Kunden unterliegt einem fortwährenden Wandel, der von vielen Faktoren bestimmt wird. Die genauen Ursachen dafür sind nicht immer klar erkennbar. Manche Dynamiken entstehen aus der „Masse“ heraus, andere werden von Technik oder Trends getrieben. Die Einführung des massentauglichen Smartphones 2007 markiert etwa eine technische Ursache.

Beim Aufbau der Webseite halten es viele Experten für wichtig, nicht jedem Trend so genau wie möglich zu folgen, sondern sich selbst Ziele zu definieren und die Technik so einzusetzen, dass sie sich möglichst anpassungsfähig zeigt.

Die optimale Struktur hält vor

An Hand der oben genannten Faktoren wollen wir Ihnen die wichtigsten Anregungen zum Aufbau der eigenen Webseite geben. Dabei geht es allerdings nicht um Webshops.

Ihre Webseite hat nicht die gleichen Ziele wie ihr Unternehmen! Was möchten Sie mit ihr erreichen – abgesehen davon, dass Sie überhaupt eine Basis im Netz haben?
Sie können grundsätzlich die Awareness im Netz steigern! Sie werden Traffic auf Ihre Webseite bekommen – zufällig oder in unterschiedlich großen Anteilen von Ihnen gesteuert. Das zentrale Ziel sollte sein, aus Besuchern also dem Traffic heraus Leads und aus denen Kunden zu generieren.

Wie genau die Profile Ihrer Leads aussehen und mit welchen einzigartigen Vorteilen (USPs) Sie die erreichen und überzeugen wollen, haben Sie hoffentlich bereits in Ihrem Kommunikationskonzept definiert.

Dynamik im Zentrum

Zu den wichtigsten Veränderungen in der Gestaltung von kommerziellen Webseiten in den letzten Jahren zählen Social Media Anbindungen und der Unternehmensblog.

Google belohnt frische und relevante Inhalte jedes Formats (Schrift, Bild, Bewegtbild). Und ohne Google geht es seit Jahren nicht. 9 von 10 Internetusern suchen zuerst über Google.

Warum ein Blog? Sie sind Unternehmer und wollen gar kein Blogger werden! Müssen Sie auch nicht. Aber der Blog hat sich als offenes, nicht redaktionelles Format zur Kommunikation von Botschaften aller Art etabliert. Blog bedeutet, dass niemand von Ihren Besuchern, Kontakten oder Leads darin die von Medien gewohnten redaktionellen Strukturen erwartet.

Ihre Besucher erwarten im Wesentlichen...

  1. Antworten auf Fragen, die Sie vorher schon ermittelt haben,
  2. inhaltlich sinnvoll und konsistent durch Ihr Webangebot geführt zu werden,
  3. dass man Ihnen den Dialog anbietet – etwa über die gut zu erkennenden Social Media Verlinkungen (PlugIns)

SEO bedeutet Kundenperspektive...

... jedenfalls in der Form, wie Google jetzt schon seit einigen Jahren SEO-Kriterien interpretiert. Dazu gehört besonders die inhaltliche Relevanz in Ihren Inhalten. Businesstexte über die Zusammensetzung verschiedener Sorten von Klarlack mit vielen Katzenbildern verzieren, bringt Ihnen zwar eventuell eine Reihe von Erwähnungen in diversen Social Media Kanälen, ist aber inhaltlich einigermaßen sinnfrei. Unterschätzen Sie Google Algorithmen nicht. Keywordlisten helfen ebenso wie unmissverständliche Seitentitel.

Gott sei Dank sind die Zeiten der Massen-Verlinkungen auf beispielsweise überfüllte und besucherfreie Nachrichtenportale vorbei! Verlinken Sie inhaltlich sinnvoll. Ein besonders gutes, effektives und zudem gern gesehenes Beispiel hierfür sind Blogrolls. Empfehlungen auf andere inhaltlich relevante Blogs sind aus Kundenperspektive relevant – und Kundenperspektive bedeutet ein weiteres Fleißkärtchen für das Google Ranking, für SEO.

Konversion ist ein Prozess

Zur Optimierung der Konversion sollten Sie sich an zwei Grundprinzipien halten.

  1. Gestalten Sie den Zugang zu den für Ihre Leads relevanten Inhalten so einfach wie möglich – übersichtlich, gut sortiert, nachvollziehbar.
  2. Halten Sie immer weitere Inhalte oder Angebote für den nächsten logischen Schritt in den Bedürfnissen Ihrer Leads bereit.

Dazu gehört weiter, dass Sie die Abrufbarkeit von Inhalten so einfach wie möglich gestalten. Ein Link mit „Download“ sollte einen Download nach sich ziehen und nicht – wie z. B. bei Gewinnspielen – die Chance auf einen Download oder ein umständliches Antragsformular mit der Bitte um Zusendung der gewünschten Informationen.

Landing-Pages brauchen keine eigene Navigationsleiste. Entweder, Ihr Kontakt ist dort „gelandet“, wo er sein wollte oder nicht. Und ein CTA (Call To Action) kann so sichtbar wie möglich und zugleich so wenig werberisch wie nötig gestaltet werden. Was Sie allerdings hier aus der klassischen Werbung übernehmen sollten, ist das Prinzip des Aktivierens. Teilen Sie ihrem Lead mit, was er hier und jetzt sofort noch alles machen und bekommen kann. An das eine oder andere hat er selbst vielleicht noch gar nicht gedacht.Edda__Norbert_klein.jpg

In unserem zweiten Teil erfahren Sie relevantes über responsive Webdesign, SocialMedia, Analytics und einiges mehr. Bleiben Sie also am Ball.

Die Veranstalter Nobert Diedrich und Edda Klepp

 

  Kunden mit social media gewinnen

 

Topics: Social Media, SEO, Kundenkommunikation, Webdesign

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