Die Website in Zeiten von Social Media, Teil 2/2

Norbert Diedrich am 2. März 2016
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Es gibt viele gute Gründe, über eine neue/erneuerte Website nachzudenken. Francois Benner verdeutlichte die Entwicklung der Anforderungen vor einiger Zeit bei der von Edda Klepp und Norbert Diedrich veranstalteten #SoMeMS in Münster. Nach Teil 1 folgt hier nun Teil 2.

Im ersten Teil haben wir über das Setzen von Zielen für Ihre Webpräsenz sowie über den Zusammenhang zwischen dynamischen Inhalten, Kundenperspektive und SEO gesprochen.

Nachfolgend werden wir etwas konkreter eingehen auf Buyer Personas, eine sinnvolle Strukturierung und ... ach ja, Social Media!

Buyer: Profiling und Journey

Auch wenn Sie keinen Webshop haben, wollen Sie mit Ihrer Unternehmenswebsite etwas verkaufen – Produkte oder Dienstleistungen. Bei der Zusammenstellung Ihrer Angebote werden Sie im Zweifel auch die Bedürfnisse Ihrer potenziellen Klientel einbezogen haben. Das Gleiche sollte auch beim Aufbau Ihrer Website geschehen.

Es reicht nicht nur, gut und im richtigen Kontext bei Google gefunden zu werden. Wie schon im ersten Teil angesprochen, sollten Sie auch hier immer auf die Kundenperspektive wechseln. Zentrale Fragen sind:

  • Wer sind meine Zielpersonen – was haben sie für ein Verhaltensprofil?
  • Wo im Netz halten sich meine gewünschten Zielpersonen auf – auch wenn sie nicht gerade nach meinen Angeboten suchen?
  • Wie möchten diese Menschen eigentlich angesprochen werden, wie kommunizieren sie selber?

Der einzelne Käufer ist nicht stärker geworden, sondern sein Verhalten hat sich geändert. Er informiert sich heute sehr viel umfangreicher selbst und setzt dabei eigene Maßstäbe, die für das Vertrauen in einen Anbieter wichtig sind. Heute besteht die Kunst darin, den Kontakt zur eigenen Kaufentscheidung zu führen. Der Weg dahin ist grob in drei Schritten gekennzeichnet:

  1. Awareness: gehen Sie dorthin, wo der Kunde ist, rücken Sie in sein Blickfeld und schaffen Sie es, sein Interesse zu wecken.
  2. Research: Ist das Interesse erst einmal geweckt, bieten Sie ihm Inhalte, Lösungen und halten Sie ihn bei der Stange (Teil 1: Call To Action)
  3. Überzeugen Sie ihn, so dass er eine Entscheidung zum Kauf fällt.

Struktur und Social Media-Anbindung

Bei der Frage nach Struktur und notwendigen Inhalten überraschte Francois Benner alle Anwesenden mit einer ebenso simplen wie nachvollziehbaren Metapher: Website = Wohnung.
Kundenzentrierte_Websites-1.jpgBemerkenswert wird dieses Bild, wenn man Website-Standards aus der Zeit vor 10 Jahren heranzieht. Da fielen ein Großteil des „Wohnzimmers“ (Blog) sowie die „Küche“ weg und auch ein rechtskonformes Impressum (Bad/WC) war noch nicht selbstverständlich. Alles in allem Websites, die auch nach Monaten und Jahren auf der Startseite (Flur) keinerlei Veränderungen anzeigten.

Gerade in der heutigen Zeit, in der die Entwicklung der digitalen Technologie und damit auch der kommunikativen und medialen Möglichkeiten so rasch vorneweg läuft, ändern sich Produktgruppen und Dienstleistungen ebenso schnell. In vielen Bereichen glauben Unternehmen, sie könnten mit einer besonders originellen und verklausulierten Beschreibung ihres Angebotes ein extra Alleinstellungsmerkmal schaffen. Fragen Sie sich einmal selbst: wenn Sie zum Beispiel eine PR-Agentur suchen, suchen Sie dann eine „PR-Agentur“ oder „Menschen, die mit Ihren Botschaften die Welt erobern“?

Mit Blick auf die Skizze ist die „Küche“ nicht zwingend eine Frage der Größe. Gut sichtbar platzierte Social Media-Plugins werden die Besucher nicht gleich wieder von Ihrer Website weglocken. Sie sind ein wichtiges Angebot – sowohl zur Recherche über das Unternehmen als auch zur direkten Kontaktaufnahme. Ihre Website ist die Basis, von der aus unterschiedliche Inhalte, Angebote und Themen über die verschiedenen Kanäle nach draußen gehen.

Ein wenig anders verhält es sich mit dem Blog. Auf Ihrer Homepage kann man mit Vorschau-Fenstern und Teasern ein hohes Maß an Lebendigkeit und Dynamik vermitteln. Die SEO-Relevanz hatten wir bereits in Teil 1 angesprochen.

„Tell me where to click“

Hinsichtlich des Webdesigns haben sich die Zeiten ebenfalls verändert. Open Source Blog-Software wie etwa WordPress erfreuen sich derzeit großer Beliebtheit. Die Nutzungsmöglichkeiten sind groß, Social Media-Anbindungen umfassend und als Content Management System (CMS) ist WordPress gut bedienbar. Und auch wenn sich deswegen einige Designelemente im Netz mittlerweile sehr häufig wiederholen – im Jahr 2016 spielt die Originalität Ihrer Homepage nicht mehr eine so große Rolle, wie vielleicht Ende der 90er noch.

Für Francois Benner lautet die oberste Regel in der Gestaltung einer Website: Tell me where to klick! Jede Seite sollte eine bestimmte Aufgabe erfüllen, die sich dem Betrachter sofort darstellt – am besten schon mit der Betitelung der einzelnen Menüpunkte. Diese Aufgaben lassen sich gut unterteilen in: Kaufangebot, Kontaktangebot, Service und allgemeine Informationen.

Die wichtigsten Aspekte „zum Mitnehmen“

  • Ihre Website ist keine statische Online-Präsenz Ihres Unternehmen mehr, sondern kann ein echtes Instrument zur Generierung von potenziellen Käufern sein.
  • Investieren Sie in gute und sinnvoll aufgebaute, dynamische Inhalte – das ist SEO 2016.
  • Berücksichtigen Sie im Budget Blog-Beiträge und Content-Erstellung.
  • Oberste Regel beim entwerfen des Designs: „Tell me where to click.“
  • Responsive Design, die Mobilfähigkeit Ihrer Website ist heutzutage Pflicht.
  • Die User Experience (UX) ist entscheidend für den Erfolg.

25 Must Haves für Ihre Website

Topics: Social Media, Strategie, Webdesign

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