Instagram: Neue Wege für B2B-Unternehmen

Romy Fuchs am 27. Februar 2018
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Instagram NutzungInstagram wird als schnell wachsendes Netzwerk zunehmend wichtiger, wenn es um die Aufmerksamkeit im Web geht. Viele B2B-Unternehmen fragen sich, ob sie einen Instagram–Account anlegen, welche Bilder sie posten sollen und wie sich Leads generieren lassen. Doch dazu braucht es grundlegendes Verständnis über diese Social-Media-Plattform, welche häufig mit Facebook oder Twitter verglichen wird, aber von ihrem Wesen her ganz anders ist.

Instagram tickt anders als Facebook

Instagram ist als Plattform für das Teilen von Fotos entstanden. Ursprünglich in einem quadratischen Format, das sich zum Markenzeichen etablierte und nur visuelle Ausschnitte aus sonst rechteckigen Bildern erlaubte. Mit Hilfe der App lassen sich per Smartphone oder Tablet Fotos und Kurzvideos aufnehmen. Und gleich über weitere Social-Media-Plattformen, wie Twitter und Facebook, teilen. Zum Bild oder Video kommt noch ein kurzer Text, der die wichtigsten Hashtags enthalten sollte. Nach diesen Hashtags, wie z.B. #Unternehmensname #cebit #follow können Nutzer dann suchen. Und bei Aktionen auch eigene Posts beitragen. Die Hashtags haben also eine entscheidende Bedeutung für die Sichtbarkeit

Die Biografie selbst, mit der sich Unternehmen vorstellen, lässt sich nur wenig kreativ gestalten, etwas Text und die Möglichkeit für nur einen einzigen Link. Nur hier lässt sich auf die Unternehmensseite oder Landingpage verlinken. Ein „Bild“ vom Unternehmen entsteht über die Posts, die der Nutzer als Stream sieht. Darum sind die Auswahl der Bilder und das Entwickeln eines eigenen Stils so wichtig. Außerdem bietet Instagram in seiner App eine reichhaltige Auswahl an Filtern an, mit denen sich Fotos schnell aufpeppen lassen.

Wie einen Account als Unternehmen anlegen? 

Im Gegensatz zu Facebook gibt es keinen Unterschied zwischen Privat- und Unternehmenseintrag. Direkt in der App lässt sich der Account über das Smartphone oder Tablet schnell anlegen. Dabei wird gleich festgelegt, ob die späteren Posts mit Twitter oder Facebook synchronisiert werden sollen oder nicht. Erst seit kurzem ist es möglich, Posts auch als Werbung zu schalten und diese auf Landingpages zu verlinken. Ist das Unternehmen zusätzlich auf Facebook vertreten, lassen sich direkt aus dem Werbeanzeigen-Manager von Facebook Beiträge auf Instagram bewerben und auch zielgenau adressieren. Nur hier lässt sich ein Linkbutton einbauen, der dann z.B. auf eine Landingpage führt, über die sich der Lead weiter verfolgen lässt.

Als Nutzer folgt man Accounts oder ausgewählten Hashtags, die im Text unter den Bildern stehen. Die Initiative geht primär vom Nutzer aus. Die Bilder sind, sofern der Account nicht auf Privatstatus gesetzt ist, öffentlich als Stream sichtbar - eben anders als bei Facebook.

Warum Unternehmen einen Account brauchen

Das Anlegen eines eigenen Accounts empfiehlt sich für ein Unternehmen auf jeden Fall. Denn damit sichert es sich seinen Marken- beziehungsweise Unternehmensnamen auf Instagram. Ansonsten besteht die Gefahr, dass der Name bereits anderweitig belegt ist. Schade, wenn z.B. bei Jungheinrich auf Instagram nicht die erwartete AG, sondern ein privater Account erscheint.

Die weiteren Aktivitäten und Themen der Bilder hängen von der Strategie und dem Ziel ab, die sich das Unternehmen für diesen Kanal setzt.
Die erste Frage, die gerade B2B-Unternehmen sich stellen, ist: „Sind meine potentiellen Kunden und Mitbewerber sowie die eigenen Mitarbeiter, Influencer oder Stakeholder bereits auf Instagram?“ - Sie sind es garantiert! Bei über 300 Millionen Nutzern weltweit und rund 3,5 Millionen in Deutschland lässt sich das fast nicht mehr ausschließen. Und die Zahl der Nutzer steigt dazu massiv.

Visuelles Storytelling ist das Stichwort

Als Hauptthemen haben sich die Bereiche Lifestyle, Tiere, Kunst und Design, Fotografie, Reisen, Mode und Schönheit entwickelt. Der Nutzer pickt sich aus dem großen Angebot von Bildern heraus, was ihm (!) gefällt. Darüber müssen sich Unternehmen im Klaren sein. Denn das herkömmliche Marketing nach altbackenem Sender-Empfänger-Modell funktioniert hier genauso wenig wie das Einbinden einer klassischen Bannerkampagne. Vielmehr gilt es, eine besondere Strategie zu entwickeln, die genau auf diese Plattform abgestimmt ist und ihre Eigenheiten berücksichtigt. Die Herausforderung ist, eine Botschaft in ein ansprechendes Bild zu packen und so Geschichten über das Unternehmen oder seine Produkte zu erzählen. Für dieses Visual Storytelling ist Instagram perfekt geeignet und dies ist auch der Punkt, an dem B2B Unternehmen ansetzen können. So bietet z.B. die Krones AG in ihrem Instagram-Auftritt faszinierende Einblicke in die Welt der Abfüll- und Verpackungstechnologie. Und bekommt dafür jede Menge Likes (Herzchen) und Kommentare. Nutzer, die Lust auf mehr haben, kommen über den Link in der Bio zur Unternehmensseite.  

Welcher Content ist der richtige?

Bei über 60 Millionen neuen Bildern müssen sich Unternehmen etwas Besonderes einfallen lassen, wenn sie aus der Masse der Bildflut hervorstechen wollen. Den B2B-Unternehmen wird häufig empfohlen, „Unternehmens-Insights“ zu geben. Da gilt es zu überlegen, wie sich Einblicke in den Unternehmensalltag finden und inszenieren lassen. Nehmen Sie Ihre Follower doch mit an einen Arbeitplatz, auf einen Firmenevent oder eine Messe. Teilen Sie den Alltag und geben Sie Ihrem Unternehmen und Produkten ein Gesicht, wie dies z.B. @capgemini@cisco, @dell, @google@stiehl,  bereits tun. Auch nur die besondere Momente und einzelne Aktionen, wie sie die Telekom unter ihrem Account @telekomerleben zusammenfasst, sind geeignet, eine Botschaft zu transportieren. Mehr Interaktion und Aufmerksamkeit können Sie mit einer Aktion erreichen, bei der auch Ihre Mitarbeiter und Follower fleißig mitposten. Wenn die Instagram-Bilder dann auch noch auf anderen Social-Media-Kanälen und Webseiten geteilt werden, erhöht sich nicht nur die Reichweite, sondern auch die Anzahl der Follower.  

Vielleicht wird ja auch schon über Ihr Unternehmen auf Instagram gesprochen. Ein Monitoring-Check nach verbundenen Hashtags lohnt sich. Und auch ein Blick auf eventuell angelegte Standortseiten bei explore/locations. Hier kann jeder eine Info hinterlassen. Und manchmal gibts dort ungeahnte Standortinformationen für Unternehmen (anklicken ;)

Headerbild: Fotolia / pathdoc

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Topics: Content Marketing, Social Media, Inbound Marketing

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