Legen Sie die Füße hoch: 10 Inbound-Marketing-Mythen im Check

Romy Fuchs am 2. August 2016
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Inbound Marketing MythenEndlich zieht die moderne Arbeitswelt auch ins Marketing ein: Der Marketier legt die Beine hoch und die Computer erledigen die Arbeit. Sie wissen doch noch, wofür Inbound Marketing steht? Richtig: Die Kunden kommen von ganz allein, die Marketing Automation hält sie bei Laune und die Geschäfte wickelt der Online-Shop ab. Naturgemäß gibt es im Internet viele Kritiker, die diese genialen Marketing-Methoden als Inbound-Marketing-Mythen diskreditieren wollen. Schenken Sie diesen Ewiggestrigen keinen Glauben. Wir haben die zehn wichtigsten Mythen auf ihren Wahrheitsgehalt hin überprüft und begründen klipp und klar, warum die Beine auf dem Tisch bleiben können.

Die zehn Inbound-Marketing-Mythen für weniger Arbeit

1. Content Marketing = Inbound Marketing

Sie betreiben schon Content Marketing? Glückwunsch! Das ist eh genau das Gleiche wie Inbound Marketing. Sie brauchen nichts zu ändern.

2. Ein paar Whitepaper auf Ihrer Webseite reichen aus!

Über Aspekte wie Recherche, SEO, Analysen, Lead Scoring, CRM Integrationen, Vertriebsprozesse, Workflows und so brauchen Sie sich keine Gedanken mehr zu machen, der Kunde kommt schließlich von allein.

3. Keine Software nötig

Für das Upload einzelnen Whitepaper braucht man nun wirklich keine neue (kostenpflichtige) Software, das geht auch ohne.

5. Ein bissl SEO muss sein!

Suchmaschinenoptimierung ist ja nicht erst seit gestern bekannt. Damit die oben genannten Whitepaper gefunden werden, muss man sie schon nach den SEO-Kriterien pimpen. Dabei zählt natürlich: Mehr ist mehr!

4. Hohe Seitenzugriffe = Erfolg!

Besucherzahlen und Seitenzugriffe geben einen Einblick darauf, ob das Blog, die Webseite und sein Inhalt wahrgenommen werden. Klick- und Traffic-Zahlen reichen dabei völlig zur Bewertung Ihrer Inhalte aus. Diese sind hoch? Perfekt, alles richtiggemacht.

5. Jeder Social-Media-Kanal zählt!

Vielleicht hatten Sie bereits den Gedanken, Sie müssten auf Facebook sein, weil a) Ihr Mitbewerber dort ist oder b) jeder dort ist oder c) beide Faktoren gelten. Oder Sie denken, dass Instagram oder WhatsApp der nächste heiße Kanal zur Kundenkommunikation und -gewinnung ist. Also ist es zwingend notwendig, dass auch Sie dort anzutreffen sind.

6. E-Mail-Marketing zieht nicht mehr!

Newsletter nerven eh nur. Und wenn der Kunde zu Ihrem Unternehmen von allein kommt, brauchen Sie ihm auch keine Mails zuzusenden: Das wird alles überbewertet.

7. Bei Sales wird das Telefon nicht mehr stillstehen!

Ihre Neukunden werden Ihre Telefonanlage überlasten, da sie sofort zum Hörer greifen werden, um Sie zu buchen. Akquise adé!

8. One-Man-Show

Mit dieser Methode brauchen Sie kein Marketing-Team mehr. Ein einzelner Marketier wuppt das Ganze, schließlich läuft es von allein.

9. Checklisten-Methode

Inbound Marketing ist eine Arbeitsliste, wenn Sie die einzelnen oben genannten Schritte abgearbeitet haben, dann ist alles erledigt.

10. Wunderwaffe Inbound Marketing

Betreiben Sie Inbound Marketing und Sie können die Füße hochlegen! Was sollen wir da noch um den heißen Brei reden?!


Und? Sehen Sie das auch so? Wunderbar – dann brauchen Sie jetzt nicht mehr weiterzulesen! Nicht, dass sich Ihre Einstellung zum Inbound Marketing eventuell doch noch ändert.

1. Zeiten ändern sich

Das Marketing ist heute dem schnelllebigen digitalen Wandel unterworfen. Unternehmen befinden sich in einer Transformationsphase, in der sie Marketing-Methoden überprüfen und anpassen. Gestern waren Outbound Strategien wie Massen-E-Mails, Kalt-Akquise und Flyer das A und O. Heute erreichen Sie damit keinen Neukunden mehr. Im Gegenteil: Die so angesprochenen verlieren sofort das Interesse am Unternehmen. Dies liegt vor allem an der Fülle von Informationen, die online zur Verfügung stehen.

2. Buyer Persona und Journey kennen

Der Kunde sucht sich die Antworten auf seine Fragen selbst. Danach entscheidet er, wann er mit dem Unternehmen in Kontakt tritt. Ihre Aufgabe ist es, die Buyer Persona sowie deren Journey zu kennen, um alle benötigten Informationen ihr zur Verfügung zu stellen. Sobald Nutzer merken, dass Sie ihnen nützliche, relevante Inhalte anbieten, bauen sie Vertrauen zu Ihnen auf. Das ist ein wichtiger Schlüssel, um eine Geschäftsbeziehungen aufzubauen.

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3. Webseiten optimieren

Eine Webseite ist heute nicht mehr nur eine digitale Visitenkarte, sondern eine Anlaufstelle für Lösungen von Kundenproblemen. Daher müssen Aspekte wie SEO, Blog, CRM und Lead-Generierung integriert sein. Über einen eigenen Unternehmensblog können Sie notwendige Inhalte anbieten und nach SEO-Kriterien optimieren. Über Formulare erhalten Sie Kundendaten, die im integrierten CRM zusammenlaufen. Ohne passende Software wird dies schwierig. Bedenken Sie auch, dass Inbound Marketing eine Langzeitinvestition ist und seine Wirkung nicht über Nacht entfaltet.

4. Content-Marketing-Inhalte

Wie die zur Verfügung gestellten Informationen aussehen sollten, ist wiederum von der Zielgruppe abhängig. White Paper, Case Studies, Editorials, Webinare und Seminare sind nur einige Beispiele. Auch E-Mail-Marketing spielt noch immer eine große Rolle, weil es meist hervorragend funktioniert – ein Zeichen von Vertrauen seitens der Kunden.. Übrigens ist Content Marketing mit Nichten dem Inbound Marketing gleich zu setzen. Es ist ein Teil davon.

Einführung in das E-Mail Marketing

5. Social-Media-Strategie

Ohne eine vernünftige Strategie werden Sie auch mit Inbound Marketing nicht glücklich. Ist diese einmal erstellt, lässt sie sich auf einzelne Teilbereiche wie Social Media herunterbrechen. Sie können effizienter arbeiten, wenn Sie sich nur in den Kanälen bewegen, in denen Ihre Zielgruppe anzutreffen ist. Mit der zugehörigen Marketing Automation sparen Sie dabei sogar noch wertvolle Zeit, die für andere Projekte nötig ist. Und bekanntlich ist Zeit Geld.

6. Sales und Marketing gehen Hand in Hand

Die klassische Kalt-Akquise am Telefon bringt Sales-Teams heute kaum noch Erfolg. Mit Inbound Marketing und der damit verbundenen Lead-Generierung, dem Lead Nurturing und dem Lead Scoring machen Sie aus einem Marketing-Qualified-Lead einen Sales-Qualified-Lead. Somit geben Sie dem Sales-Team alle wichtigen Informationen an die Hand, um einen Verkaufsabschluss zu erzielen. Dazu ist es unabdingbar, dass beide Bereiche enger zusammenrücken und veraltete Rivalitäten hinter sich lassen.

7. Inbound Marketing = komplette Unternehmensstrategie

So einfach, wie sich Inbound Marketing angehört hat, ist es dann doch nicht. Füße hochzulegen und abzuwarten, ist nicht möglich – eine solche Marketing-Methode gibt es bis heute nicht. Auch ein Marketier allein wird diese Transformation nicht bewältigen können. Inbound Marketing ist eine komplette Unternehmensstrategie und bezieht dabei alle Bereiche eines Unternehmens mit ein.

Ist der Prozess jedoch einmal in Ihrem Unternehmen integriert, können Sie sich über Neukunden und langfristige Kundenbeziehungen freuen.

Headerbild: Trueffelpix - Fotolia



Topics: Inbound Marketing

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