Online Reputation: Die Homepage alleine reicht nicht aus

Jennifer Lessle-Noll am 27. Juni 2017
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Online ReputationIhre Webseite ist klasse, aber Sie erhalten nicht genug Besucher? Kein Wunder: Die Homepage ist nur ein Puzzleteil, mit dem ein Unternehmen auf sich aufmerksam machen kann. Setzen Sie für eine gute Online Reputation auf eine konsequente Strategie und vor allem auf Social Media.

Unternehmen, die Katzenfutter verkaufen, sind aufgrund der Bildsprache, die mit dem Thema einhergeht, bei Social Media schon gleich mal im Vorteil. Was aber, wenn Ihre Firma Produkte und Dienstleistungen anbietet, die nicht mit niedlichem Cat Content können und auch nicht gerade „sexy“ sind? Dann gehören Sie zu den Unternehmen, die sich für eine gute Online Reputation besser eine gute Strategie erarbeiten sollten – und das betrifft die große Mehrheit aller Firmen.

Online Reputation strategisch angehen

Um sich einen guten Ruf im Internet zu verschaffen, beschäftigen Sie sich zuallererst mit Ihrer Zielgruppe. Wer weiß, mit wem er spricht, trifft den richtigen Ton. Das gilt nicht zuletzt fürs Internet. Dabei finden Sie Ihre Zielgruppe auf unterschiedlichen Plattformen und Medien. Lehnen Sie sich bei der Ansprache an den jeweiligen Stil und die entsprechenden Inhalte der Medien an. Lassen Sie sich auf die Menschen ein, und setzen Sie auf echte Kommunikation, um Vertrauen und Interesse aufzubauen.

Der gute Ruf im Internet ist das A und O eines Unternehmens.
Hier finden Sie alles rund um eine gelungene Strategie zum Aufbau Ihrer Online Reputation.

Vier Punkte, die für den Aufbau Ihrer Online Reputation wichtig sind:

  • Analysieren Sie die Zielgruppen und lernen Sie sie richtig kennen. Setzen Sie sich intensiv mit ihnen auseinander und finden Sie die Pain Points.
  • Bauen Sie eine integrierte Kommunikationsstrategie auf, auch wenn in Ihrem Unternehmen das Silo-Denken noch vorherrscht. In der Kommunikation gilt es, an einem Strang zu ziehen.
  • Nutzen Sie die passenden Werkzeuge und Kommunikationswege. Viel bringt nicht viel – die Kunst liegt in der Konzentration auf das Wesentliche.
  • Schaffen Sie eine Markenidentität (Brand Identity) und lassen Sie sich für diesen Prozess Zeit. Beziehen Sie Ihre Mitarbeiter mit ein, denn sie sind Ihre besten Fürsprecher.

Und bedenken Sie vor allem stets, dass Online Reputation durch Glaubwürdigkeit entsteht.

Welche Kanäle und Medien spielen eine Rolle?

Ganz wichtig: Tanzen Sie nicht auf zu vielen Hochzeiten. Konzentrieren Sie sich auf die Kanäle, in denen Ihre Kunden sich aufhalten. Mit einer Website, einem Blog, Facebook, Google+, Twitter, Instagram, Snapchat oder Messengern können Sie viel bewegen. Überfordern Sie sich am Anfang nicht: Es reicht zum Start ein Account in ein zwei Public-Netzwerken wie Facebook oder Twitter und ein Business-Account wie XING oder LinkedIn. Wie Sie Ihre Fans und Follower ansprechen und mit welchen Inhalten am besten erreichen, erläutert das Whitepaper „Der gute Ruf im Internet – Mit Strategie zur Online Reputation“.

Gute Online Reputation ist für das Recruiting wichtig

Wer an Online Reputation lediglich im Zusammenhang mit Marketing denkt, der vergisst die wichtigste Ressource für den Unternehmenserfolg: die Mitarbeiter. Wer nicht Mittel und Wege findet, sich im Rahmen des Employer Brandings gut zu platzieren, hat den „War for Talents“ verloren. Denn immer mehr Unternehmen haben Probleme, geeignete Mitarbeiter zu finden. Besonders bei den kleinen und mittleren Unternehmen wird die Sorge über fehlende Fachkräfte und speziell den Mangel an Auszubildenden zunehmend größer. Die Frage ist: Wie werden Unternehmen für Mitarbeiter attraktiver?

Employer Branding: Auch hier ist Markenstrategie gefragt

Die bisherigen Instrumente, Mitarbeiter zu gewinnen, sind nach wie vor wichtig. Auf Messen vertreten zu sein oder auf der eigenen Webseite „Über-Uns“-Infos bereitzustellen, gehört zum klassischen Pflichtprogramm. Doch das reicht nicht länger aus. Wer heute erfolgreich sein will, muss sich als Arbeitgebermarke positionieren. Die Deutsche Employer Branding Akademie definiert Employer Branding als „... die identitätsbasierte, intern wie extern wirksame Entwicklung und Positionierung eines Unternehmens als glaubwürdiger und attraktiver Arbeitgeber. Kern des Employer Brandings ist immer eine die Unternehmensmarke spezifizierende oder adaptierende Arbeitgebermarkenstrategie. (...) Mittelbar steigert Employer Branding außerdem Geschäftsergebnis sowie Markenwert.“ Das heißt, dass die Unternehmensmarke eine große Rolle dabei spielt, Mitarbeiter zu gewinnen und ans Unternehmen zu binden, als auch bestehende Mitarbeiter zu motivieren. Dazu gehört eine klare Positionierung, wofür das Unternehmen steht. Dabei sind nicht nur Hard Facts wie Geschäftsfelder, Umsätze und betriebswirtschaftliche Ziele wichtig, sondern auch eine gelebte Firmenphilosophie.

Social Media ist ein „Must-Have“

Diese Ziele und die Firmenphilosophie werden im Rahmen der Strategie für die Online Reputation über die sozialen Netzwerke kommuniziert und zahlen positiv auf das Employer Branding ein. Denn eine Webseite und die Verknüpfung mit den relevanten Netzwerken werden vorausgesetzt. Bewerber möchten mehr über den zukünftigen Arbeitgeber erfahren. Das funktioniert mit Social Media und einer klaren Positionierung. Doch nicht nur das: Bewerber erwarten heute mehr von Unternehmen als früher. Eine offene Kommunikation, flache Hierarchien, flexible Arbeitszeiten und die Attraktivität der Arbeitsorte sind Faktoren, die zählen. Ob die Realität das Versprechen hält, lässt sich mit einem Klick auf Bewertungsplattformen wie kununu sehen. Hier geben Bewerber und Mitarbeiter anonym ihre Meinung zum Arbeitgeber ab.

Best Practice: Daimler

Ein gutes Beispiel, wie sich Employer Branding für die Online Reputation effektiv nutzen lässt, zeigt der Autohersteller Daimler. Das Unternehmen betreibt das Daimler-Blog, das ausschließlich Artikel von Mitarbeitern enthält. So kann sich jeder Bewerber und Mitarbeiter einen Eindruck von unterschiedlichen Bereichen der Organisation verschaffen und sich informieren. Ebenso innovativ geht Daimler mit Instant-Messengern um, und hat diese in einem Experiment direkt in die Kommunikation eingebunden. Um Absolventen den Einstieg schmackhaft zu machen, nahm ein Trainee diese via WhatsApp einen Tag lang virtuell in den Büroalltag mit und beantwortete live alle Fragen der Follower. Interessant sind in diesem Zusammenhang Tools wie Periscope oder Snapchat. Mit diesen lassen sich neue Wege im Employer Branding gehen und authentische Einblicke ins Unternehmen geben.

Fazit

Ganz gleich, welchen Weg Sie in puncto Online Reputation für sich gehen: Seien Sie dort, wo Ihre Zielgruppe ist, und zeigen Sie klar, wofür Sie stehen. Kreativität, Individualität und Ehrlichkeit sind keine Frage des Budgets, sondern Beleg Ihrer Loyalität gegenüber Ihrer Zielgruppe.

Headerbild: Fotolia / © 2015 Mathias Rosenthal

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