Praxistipp Social Media: Die Krux mit den Profilnamen

Kerstin Kitzmann am 22. Januar 2016
Folgen Sie mir auf:

Fotolia_84599531_S.jpg

Machen Sie es Ihren Kunden, Freunden und Interessenten bitte leicht, Sie auf den Social-Media-Kanälen zu finden und mit Ihnen in Dialog zu treten. Für eine direkte Ansprache stehen beim „Adden“ oft nicht nur Bindestriche im Weg herum, auch Profilnamen sind von Kanal zu Kanal häufig unterschiedlich. Erfahren Sie, was Sie für erfolgreiche Profilnamen tun können und wie Sie diese für das Zusammenspiel in unterschiedlichen Kanälen optimieren.

Namen sind nur Schall und Rauch – sagt eine Volksweisheit in Anlehnung an Goethes Faust. Doch für Unternehmen oder als Markenname sind sie die Quintessenz. Kluge Unternehmen investieren Zeit und Geld, um den für sie passenden  Namen zu finden. Doch dann kommt der Profileintrag in verschiedene Social Media Kanäle vorbei ist es mit der Stringenz. Der Profilname wird zu unverständlichen Kürzeln reduziert und unterschiedlich geändert, weil beispielsweise der Markenname bereits vergeben ist.

Hilfreich für Nutzer: 

Nutzen Sie auf allen Kanälen den gleichen Namen - und das gleiche Profilbild. Dann ist der Wiedererkennungswert am höchsten. Bei der Planung von Profilnamen in den Social Media Kanälen ist Twitter der Maßstab. Maximal 15 Zeichen darf der Name deshalb haben. Noch kürzer ist besser. Dies bitte auch berücksichtigen, wenn der Twitterkanal noch inaktiv bleiben soll. Bei Unternehmen mit einem 20 Buchstaben langen Namen, wie zum Beispiel Fresenius Medical Care, ist dann Kreativität gefragt. Als Nutzername kann er erhalten bleiben, als Profilname muss er gekürzt werden. Das hier praktizierte Spiel mit Binde- und Unterstrichen ist für Nutzer kompliziert. Unklar ist zudem, welcher Name für welches Thema stehen soll. 

Fresenius-Twitter.png

Bevor Sie viele Accounts auf einem einzelnen Kanal anlegen, klären sie besser vorher: Welcher Content soll zu welchem Zweck auf welchen Kanälen gepostet werden? Hier gilt ganz klar: Weniger ist mehr.

Pluspunkt für Crossmediale Posts

Oft wird bei der Namensvergabe in den unterschiedlichen Kanälen nicht daran gedacht, dass Themen, Produkte und News von einem Kanal aus auf mehrere andere geteilt werden. Wenn dann der Profilname unterschiedlich ist, wird in mindestems einem Kanal ein falscher Name geteilt. Ein persönliches Erlebnis aus der Praxis dazu:

Der Fahrdienst Uber hatte vor Weihnachten eine wunderbare lokale Aktion, bei der Nutzer Plätzchenzutaten über die Uber-App bestellen konnten. Das alles unter dem Hashtag #UberPlätzchen perfekt zum Teilen auf Instagram, Twitter, Facebook & Co. Da musste ich dabei sein. Mein Foto wollte ich auf Instagram posten und auch die Möglichkeit nutzen, es parallel auf Twitter und Facebook zu teilen. Zum Adden von Uber auf Instagram bot sich @uber_muc an. Leider war dies sowohl auf Instagram wie auf Twitter ein alter Account, der gar nicht mehr genutzt wird. Das muss ich übersehen haben. Für Twitter hatte ich bereits das neue @Uber_Ger gesucht und auch verwendet. So wurde mit meinem Post Uber Deutschland via Instagram auf Twitter direkt angesprochen. Und mein Post wurde von Uber Germany retweetet. 

UberGer_TwitterUber_Ger_I_Twitter_-_https___twitter.com_Uber_Ger.png

Erst als ich die Posts auf Instagram mit dem Hashtag #UberPlätzchen suchte, entdeckte ich, dass es noch einen Instagram-Account @uber_de gibt. Der blieb dann beim Adden außen vor. 

Aber um die Verwirrung komplett zu machen: Es gibt auch @uber Accounts auf Twitter und Instagram. Die sind allerdings international und waren an der lokalen Aktion #UberPlätzchen in Deutschland nicht beteiligt.

Da nicht generell von Nutzern mit Spürhundambitionen auszugehen ist, sorgen Sie also besser gleich für die geringste Desorientierung bei Ihren Social-Media-Nutzern. Checken Sie Ihre Profilnamen und optimieren Sie diese. Und sichern sich bei der Gelegenheit auch gleich ihren Wunschnamen auf neuen Kanälen. Ob dieser noch frei ist können Sie über checkusernames.com oder namechk.com schnell recherchieren. Apps, wie Periscope oder Snapchat sind hier nicht dabei und müssen lokal recherchiert werden.

Profilnamen ändern: Besser umbenennen als neu einrichten

Auf Basis einer umfangreichen Analyse können Sie dann mit den Anpassungen starten. Doch Vorsicht: Bei einer Neuanmeldung sind alle Follower, Friends, Replies, Likes etc. verloren. Deshalb ist eine Umbenennung besser und bei  den meisten Profilen auch unproblematisch. Mit Ausnahme von Facebook:  Hier lassen sich Fanpages von Unternehmen ab 200 Fans nicht mehr umbenennen. Hier also besser agieren, bevor diese Zahl erreicht ist. Schrittweise Anleitungen für die Adaptionen finden hier und auch in der Linksammlung am Ende.Uber_Muc_Twitter.pngAuf Ihrem alten bisherigen Namensaccount sollten Sie zudem nochmal ihr bisheriges Profil anmelden und hier einen Hinweis auf den Umzug platzieren, wie im Screenshot von Uber_MUC. Und dies natürlich auch posten und den Post oben im Stream anheften. So sind neue Follower/Friends informiert und können dem aktuellen Account folgen. 

Linksammlung

http://praxistipps.chip.de/twitter-namen-aendern-so-gehts_13186
http://blog.hootsuite.com/social-media-audit-template/
https://www.facebook.com/help/173909489329079
http://www.kristinehonig.de/2013/07/accountname-in-social-media-kanaelen-stringenz-moegliche-anpassungen/

Bilder: fotolia / © Masson

Social Media Kunden mit Twitter gewinnen

Topics: Content Marketing, Social Media, Webdesign

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de