Richtiges Verhalten im Social Media: Die 6 wichtigsten Regeln

Achim B. C. Karpf am 12. März 2015
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Teilen, liken, posten, twittern, kommentieren – das Social Media Marketing bietet mindestens genauso viele Möglichkeiten wie Fettnäpfchen. Das gilt nicht nur für Privatpersonen, sondern auch für alle Unternehmen, die auf den verschiedenen Social Media Kanälen unterwegs sind. Für die Konsequenzen eines schief gelaufenen Social Media Aktionen gibt es den bekannten Begriff des Shitstorms – und den wünscht sich niemand. Glücklicherweise kann man ihn mit dem richtigen Wissen um die korrekte Social Media Etikette vermeiden.

 

Social Media – ein gefährliches Terrain?

Gehackte Accounts stellen zwar eine Gefahr dar, jedoch nicht die größte. In Wahrheit lauert sie im eigenen Büro. Ein zu forsches Auftreten beispielsweise gehört zu den größten Fehlerquellen. Um das zu vermeiden, ist es hilfreich, sich zu überlegen, wie man im realen Leben agieren würde. Würde man einfach einen Wildfremden ansprechen und ihn auffordern, einem sofort irgendwohin zu „followen“ oder etwas zu „liken“? Wohl kaum. GENAUSOWENIG SCHREIT MAN JEMANDEN AN, ODER?

Des Weiteren zeugen auch Massenmails/-posts/-tweets von schlechter Social Media Etikette und man sollte diese in das eigene Social Media Marketing miteinfliessen lassen. Man sollte sich hüten, sie in die Onlinewelt hinaus zu schicken, denn sie werden grundsätzlich als Spam bewertet. Zudem fühlt sich kein Kunde gut betreut, wenn er offensichtlich nur Teil der Masse ist. Zeit für eine persönliche Ansprache muss also sein, selbst wenn man den Empfänger nur mit seinem Namen anspricht. Dass Qualität über Quantität geht, gilt auch für Gruppenmitgliedschaften. Themenfremden Gruppen beizutreten und dort seine Marke zu bewerben, schickt sich nicht und man hinterlässt bei jedem einzelnen Gruppenmitglied einen nachhaltig schlechten Eindruck.

 

Spielregeln für Social Media kennen und anwenden

1. Sei du selbst

Es ist so einfach, wie es klingt. Vielen Arbeitnehmern wird eine bestimmte Ausdrucksweise eingetrichtert, sozusagen ein Skript vorgelegt. Bis zu einem gewissen Punkt hat das auch seine Berechtigung. Was man aber immer im Hinterkopf behalten sollte, ist: Social Media ist die Chance, dem eigenen Unternehmen ein Gesicht zu verleihen. Menschen wollen wissen, mit wem sie es zu tun haben. Menschen merken, wenn sie mit einem „Roboter“ reden. Und Menschen fassen erst Vertrauen, wenn sie sich persönlich betreut fühlen.

 

2. Ehrlichkeit & Transparenz

Gepostete Informationen können unter Umständen für immer durch das Internet geistern. Als Unternehmen mit seinen Kunden eng verbunden zu sein, ist also Segen und Fluch zugleich. Unehrlichkeit z.B. durch gefälschte Kommentare kann gewonnenes Vertrauen nachhaltig zerstören.

 

3. Poste regelmäßig, antworte zügig

Seinen Social Media Auftritt zu pflegen, hat oberste Priorität. Das Internet kennt schließlich keine Ruhepausen, sondern ist ein 24/7 Medium. Seien Sie deshalb regelmäßig aktiv und posten Sie am besten täglich. Besonders Kommentare sollten möglichst schnell beantwortet werden. Die Antwort sollte innerhalb von 24 Stunden erfolgen.

 

4. Dem Nutzer etwas bieten

Dem Zielpublikum Anreize (z.B. durch freie Downloads) zu schaffen, führt auch in der Onlinewelt zum Erfolg und zu wiederkehrenden Usern. Hierzu bieten sich auch aktuelle Informationen über die Branche, in der man tätig ist, an. Der Content spielt hier eine ausschlaggebende Rolle, unter der Voraussetzung, dass er relevant und wertvoll ist.

 

5. Die Spielregeln respektieren

Machen Sie sich mit den Regeln vertraut und übernehmen Sie sie für Ihren persönlichen Social Media Alltag. Das erhöht Ihre Chancen auf Erfolg und schützt Sie vor den Gefahren eines Shitstorms. Deshalb ist es empfehlenswert sich mit Social Media Crisis Management zu befassen. Und weil wir hier von Regeln sprechen, sei eine der wichtigsten genannt: Machen Sie sich mit der Social Media Politik des Unternehmens vertraut, bevor Sie in seinem Namen posten.

 

6. Lernen Sie die Sprache Ihrer Kunden kennen

Wenn Sie tiefer in die Social Media Gepflogenheiten einsteigen, werden Sie auch merken, dass die Do's & Don´ts je nach sozialem Netzwerk variieren. Da die Social Media Kommunikation aber sehr vielfältig ist, kann man an dieser Stelle keine generelle Handlungsanweisung geben. Es stellt sich erst in der Praxis heraus, welche Feinheiten es in Ihrer Kundenkommunikation gibt.  

 

Unser NetPress-Tipp

Orientieren Sie sich für Ihre Social Media Aktivitäten immer am realen Leben. Es ist der beste Verhaltensratgeber für die Online-Welt. Des weiteren können Sie sich an erfolgreichen Marketing Kampagnen anderer Firmen orientieren, wie z.B. mit Facebook mehr Interaktion erreicht werden kann.

 

Social Media Kunden mit Twitter gewinnen

 

Bildquelle: © ileezhun - Fotolia.com

Topics: Content Marketing, Social Media

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