Schritt für Schritt zum erfolgreichen Webmarketing

Achim B. C. Karpf am 7. März 2017
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Webmarketing

Unumstritten zählt die firmeneigene Website zu einer wichtigen Plattform der Unternehmenspräsentation. Doch sie ist weit mehr als eine Visitenkarte. Sie bietet effektive und kostengünstige Möglichkeiten, Leads zu akquirieren und dauerhaft ein erfolgreiches Webmarketing zu garantieren.

Sie haben eine Menge Zeit und Geld investiert, die Website ist online und sie könnten sich normalerweise zufrieden zurücklehnen – wenn da nicht ein quälendes Problem wäre: Es gibt niemanden, der ihre Website besucht.

Aber woran liegt das? Eine Antwort auf diese Frage liefert Rachel Foster, Marketing-Beraterin in der USA. Sie definierte Kriterien für erfolgreiche B2B-Websites und untersuchte die Seiten von 30 amerikanischen Firmen hinsichtlich dieser Merkmale. Das Ergebnis: Nur vier Websites ließen sich demnach als effektiv einstufen. Zusammengefasst waren drei Gründe für den fehlenden Erfolg verantwortlich:

  1. Überwiegende Selbstdarstellung: Die Websites sind meist mehr auf das Unternehmen als auf die Kunden zugeschnitten. Es geht mehr um die Leistungen und Erfolge des Unternehmens als um die Hinwendung zum Kunden und zu dessen Bedürfnissen.
  2. Fehlender neuer Input: Viele Seiten sind veraltet. Die neuesten Einträge liegen Monate zurück. Der Kunde verliert sofort das Interesse und wird nie mehr auf Ihre Seite zurückkehren.
  3. Optimierung der Website für Mobile Devices: Zunehmend weniger Menschen verbringen ihre Zeit vor Laptops. Immer mehr surfen mit Smartphones, Tablets oder Phablets. Ist die Website für diese Geräte nicht optimal angepasst, ist das für die meisten Besucher ein K.o.-Kriterium. Nur wenn dem Besucher maximaler Komfort geboten wird, besucht er die Seite nochmal.

Relaunch als Komplettstart

Obwohl ein kompletter Relaunch der Website der radikalste Schritt zur Optimierung ist, erscheint ein Neubeginn oftmals einfacher, als alte Strukturen zu überarbeiten. In beiden Fällen muss jedoch viel Arbeit investiert werden, um später den gewünschten Traffic auch tatsächlich zu generieren. Die strategische Planung der Seite steht dabei ganz am Anfang. An oberster Stelle steht hierbei das CI-konforme Webdesign. Sollte Ihre aktuelle Website älter als drei Jahre sein, achten Sie auf folgende Maßnahmen:

  • Passen Sie die SEO an
  • Verbessern Sie die User Experience (UX)
  • Aktualisieren Sie das Design
  • Integrieren Sie eine Inbound-Marketing-Strategie.

Haben Sie bereits eine Basis im Netz, stellen Sie sich die grundsätzliche Frage: Was möchten Sie mit Ihrem Web Marketing erreichen?

Die Antwort ist, aus Besuchern – also dem Traffic – Leads zu generieren und die Leads in Kunden zu konvertieren. Wie genau die Profile Ihrer Leads aussehen und mit welchen einzigartigen Vorteilen (USPs) Sie die Leads erreichen und überzeugen wollen, definieren Sie bereits in Ihrem Kommunikationskonzept.

SEO gehört zu den Basics

Zur derzeitigen SEO-Anforderung gehört besonders die inhaltliche Relevanz. Beachten Sie dabei unbedingt die Google Algorithmen. Schreiben Sie anspruchsvolle Texte, die ihre Leser wirklich interessieren. Dazu zählen klar definierte Keywords sowie unmissverständliche Seitentitel.

Achten Sie außerdem auf die richtige Head-Länge sowie auf die Platzierung des Keywords im Titel und in mindestens einem Untertitel. Wichtig ist außerdem eine sinnvolle Unterbringung des Keywords, das im Text homogen zu verteilen ist. Denken Sie auch an eine aussagekräftige Metadescription. Sorgen Sie zudem für mindestens 300 Wörter pro Text.

Diese SEO-Basics sind ein gutes Fundament, damit Interessenten Ihre Website finden und besuchen. Auch wenn das Backlinking, die Metatags und die Streuung von mehreren Keywords in einem Text ein wenig an Relevanz verloren haben, sollten Sie sie dennoch Beachtung schenken.

Das Responsive Design gehört dazu

Die grundlegende Technik hinter dem Responsive Design liefern die Media Queries. Mit CSS 3 fragen sie die Eigenschaften eines Endgeräts direkt ab. Dazu gehören das Format des Browserfensters und des Geräts, seine Ausrichtung (Hoch- oder Querformat) und seine Auflösung. Damit wird nicht mehr im Voraus definiert, wie das Zielmedium aussieht, sondern die Website passt sich daran an.

Tipp: „Mobile First“. Auch wenn das ein Umdenken beim Design der Seite erfordert, hat es den Vorteil, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Von Beginn an müssen Sie entscheiden, was auf einem kleinen Format in das Sichtfeld zu rücken ist. Das meint auch Sven Wolfermann, der hinzufügt, dass „Mobile First“ die Content-Gestaltung entscheidend beeinflusst.

„Content First“ folgt demnach „Mobile First“, denn auch wenn nicht gleich alle Texte von Anfang an zur Verfügung stehen – es muss dennoch festgelegt werden, welcher Inhalt in welcher Länge wo zu platzieren ist.

Erste Schritte zur Buyer Persona

Ein gutes Web Marketing ist mehr, als gut und im richtigen Kontext bei Google gefunden zu werden. Für wirklich spannende Inhalte, die auch von Ihren Kunden nachgefragt werden, sollten Sie immer wieder in die Kundenperspektive wechseln. Zentrale Fragen für die Entwicklung realistischer Personas sind:

  • Wer sind meine Zielpersonen und was haben sie für ein Verhaltensprofil?
  • Wo im Netz halten sich meine gewünschten Zielpersonen auf, auch wenn sie gerade nicht nach meinen Angeboten suchen?
  • Wie möchten diese Menschen angesprochen werden? Wie kommunizieren sie selber?

Konversion ist ein Prozess

Halten Sie sich zur Optimierung der Konversion an folgende zwei Grundprinzipien:

  • Gestalten Sie den Zugang zu den relevanten Inhalten für Ihre Leads so einfach wie möglich – übersichtlich, gut sortiert, nachvollziehbar.
  • Halten Sie immer weitere Inhalte oder Angebote für den nächsten logischen Schritt Ihrer Leads bereit.

Des Weiteren gehört dazu, die Abrufbarkeit von Inhalten so einfach wie möglich zu gestalten. Ein Link mit „Download“ hat ohne Umwege einen Download nach sich ziehen. Dabei ist ein Call-to-Action (CTA) so sichtbar wie möglich zu platzieren und mit nur so wenig Werbung wie nötig zu versehen.

Was Sie allerdings aus der klassischen Werbung übernehmen können, ist das Prinzip des Aktivierens. Teilen Sie ihrem Lead mit, was ihn hier und jetzt sofort alles erwartet und was er bekommt. Dabei sollte jede Seite, ganz nach dem Motto „Tell me where to klick“, eine bestimmte Aufgabe erfüllen, die sich dem Betrachter sofort erschließt – am besten schon bei der Betitelung der einzelnen Menüpunkte.

Blog als dynamisches Zentrum

Zu den wichtigsten Veränderungen in der Gestaltung kommerzieller Webseiten in den letzten Jahren zählen Social-Media-Anbindungen und der Unternehmensblog.

Google belohnt frische und relevante Inhalte. Das Format – Text, Bild, Video oder Podcast – spielt hierfür keine Rolle. Dabei punkten vor allem Blogs zur Kommunikation von Botschaften aller Art als offenes, nicht redaktionelles Format.

Ihre Besucher erwarten dort im Wesentlichen:

  • Antworten auf Fragen, die Sie brennend interessieren und die oft gar nicht unmittelbar mit Ihrem Produkt zu tun haben, aber zur allgemeinen Thematik gehören.
  • Inhalte, die sinnvoll und konsistent durch Ihr Webangebot führen.
  • Ein Angebot zum Dialog mit Ihnen – etwa über Social-Share-Buttons oder auch die Kommentarfunktion unter den Blogposts.

Fazit

Eine Website ist keine statische Online-Präsenz des Unternehmens. Vielmehr ist sie ein wichtiges Instrument zur Generierung potenzieller Käufer. Um dieses Ziel zu erreichen, ist eine Investition in gute und sinnvoll aufgebaute, dynamische Inhalte wichtig.

Setzen Sie auf Content Marketing und beachten Sie beim Entwerfen des Designs die Regel: „Tell me where to click“. Denken Sie daran, dass Responsive Design heutzutage Pflicht ist und eine gute User Experience (UX) entscheidend zum Erfolg beiträgt.

Unser NetPress-Tipp:

Eine intuitive Website auf höchstem technischen Niveau gehört zwingend zum erfolgreichen Web Marketing. Geben Sie diesem Projekt oberste Priorität und lassen Sie sich bei Bedarf von externen Dienstleistern beraten.

Bildquelle: © evencake - Fotolia.com
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Topics: Webdesign, Mobile Website, Webseite

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