Sieben Tipps für die Social-Media-Strategie kleiner und mittelständischer Unternehmen

Romy Fuchs am 12. Oktober 2017
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Social Media StrategieAuf den ersten Blick scheint es einfach zu sein, eine Social-Media-Strategie zu entwickeln und umzusetzen. Allerding mangelt es vor allem kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) oft an Zeit und Ressourcen, um sich dieser Aufgabe erfolgreich zu widmen. Unsere Tipps unterstützen bei der Entwicklung einer effektiven Social-Media-Strategie.

Die meisten großen Unternehmen sind heutzutage in den Social-Media-Kanälen vertreten. Anders ist das bei den KMUs. Laut der aktuellen Studie „Online-Marketing, Nutzung bei klein- und mittelständischen Unternehmen“ der Hochschule Offenburg verzichten 80,4 Prozent aller KMU auf Social Media. Und das, obwohl ihre Zielgruppen schon längst von den klassischen zu den digitalen Medien gewechselt sind. Weitere Pluspunkte für diese Kanäle sind Multiplikatorenwirkung, Reputation und Customer Relationship Management (CMS).

Social Media heißt Dialog

Kommunikation ist heute noch wichtiger als früher. Das Verhältnis zwischen Unternehmen und Kunden im Zeitalter des Internets beschreibt das bekannte Cluetrain-Manifest. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Bewusstsein, dass ein Unternehmen mit einzelnen Menschen kommuniziert. Danach sind Märkte Gespräche. Anders ausgedrückt: Wo Sie sprechen, verkaufen Sie. Da jeder Kanal seine eigene Sprache und seine eigenen Kommunikationsgewohnheiten hat, ist auf diesen Aspekt besonders zu achten.

Grundlagen der Social-Media-Strategie

Die Wahl der passenden Social-Media-Plattform hängt entscheidend von der Zielgruppe ab. Finden Sie daher heraus, wo sich die Menschen aufhalten, die Sie erreichen möchten. Verschaffen Sie sich zudem einen Überblick darüber, wie die einzelnen Social-Media-Plattformen funktionieren und welche Vor- und Nachteile bei der Nutzung von Facebook, Google+, Xing, LinkedIn, Twitter, Pinterest, Instagram oder YouTube zu erwarten sind. Starten Sie mit einem oder zwei Kanälen, die Sie regelmäßig betreuen. Erweitern Sie dann nach und nach Ihre Social-Media-Strategie um weitere Accounts.

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Halb so schlimm: Keine Angst vor Shitstorms

Grundsätzlich bietet Social Media eine hervorragende Chance, mit relevanten Stakeholdern zu kommunizieren, sie besser zu verstehen und ihre Wünsche zu erkennen. Auch wenn es hin und wider zu Shitstorms kommt – das ist kein Grund, sich als kleines Unternehmen mit dem Einstieg in Social Media zurückzuhalten. Wie jede andere unternehmerische Aktion bietet auch Social Media Risiken. Mit einem guten Krisenkonzept lassen sie sch aber gut im Zaum halten.

Kein Nine-to-five-Job

Im B2C-Bereich ist Social Media ein 24/7-Job. Gut ist, dass es eine Vielzahl hilfreicher Social Media Tools gibt, die bei der Planung, Bewertung und Steuerung der Postings unterstützen.

Sieben Tipps, um als KMU erfolgreich mit Social Media durchzustarten:

1. Der Perspektivenwechsel

Wie erwähnt, ist wichtig, sich in die Zielgruppe hineinzuversetzen und zu überlegen, in welchen Kanälen sie sich aufhält, nach welchen Informationen sie sucht und welche Problemen sie lösen möchte. Sprechen Sie die Zielgruppe mit informativem und hilfreichem Content sowie Gewinnspielen, Gutscheinen oder anderen Aktionen an.

2. Die Qual der Wahl

Ist Ihre Zielgruppe auf mehreren Kanälen anzutreffen, gilt es, sich zu entscheiden. Jeder Social-Media-Kanal hat andere Stärken und Schwächen. Facebook verfügt zum Beispiel über die höchste Reichweite und somit über die Möglichkeit, eine große Anzahl von Kunden und Interessenten zu erreichen. Das erhöht die Brand Awareness. Twitter eignet sich dagegen gut als Instrument für den Kundenservice.

3. Vervollständigen Sie Ihr Profil

Kunden und Interessenten informieren sich vor einem Kauf intensiv im Internet. Bieten Sie ihnen deshalb die Möglichkeit, Hintergrundinformationen zu Ihrem Unternehmen zu finden.

4. Involvieren Sie unterschiedliche Abteilungen

Social Media kann von mehreren Abteilungen Ihres Unternehmens genutzt werden, beispielsweise vom Sales, Kundenservice, Human Resources oder dem Marketing. Posten Sie daher auch einmal ein Job-Angebot, das Ihre Mitarbeitern dann teilen.

5. Hören Sie zu

Die Basis eines Social-Media-Auftritts ist der Dialog. Nehmen Sie Ihre Kunden und Interessenten daher ernst und beantworten Sie zügig Kommentare und Anfragen. Fühlen sich Ihre Fans und Follower gut betreut, liken, sharen und kommentieren sie Ihre Posts gerne.

6. Schaffen Sie Anreize

Anreize können kleine Gewinne oder auch Vergünstigungen bei wiederholten Check-ins sein. Stellen Sie sicher, dass alle Mitarbeiter darüber informiert sind, wenn beispielsweise Gutscheine vor Ort eingelöst werden sollen.

7. Analysieren Sie Ihren Erfolg

Verwenden Sie ein Analyse-Tool wie Google Analytics, um nachzuvollziehen, ob und was Sie erreicht haben. Bleiben Sie am Ball – ein Social-Media-Auftritt ist ein fortschreitender Prozess.

Fazit

Bestimmen Sie, was Sie mit einem Social-Media-Auftritt erreichen möchten. Nur mit klar definierten Zielen lässt sich auch eine gute Social-Media-Strategie entwickeln. Orientieren Sie sich dabei an der Unternehmensstrategie, die dazu dient, Kunden zu akquirieren und zu binden sowie den Bekanntheitsgrad, die Sichtbarkeit und die Glaubwürdigkeit Ihres Unternehmens zu steigern. Social Media ist besonder gut geeigent, diese Ziele erfolgreich zu unterstützen.

Sehen Sie sich unsere Slides vom Webinar „Social-Media-Strategie für kleine und mittelständische Unternehmen“ an, um mehr über Social-Media-Strategien zu erfahren.

Bildquelle: © Trueffelpix - Fotolia.com

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Topics: Social Media, Strategie, Marketingstrategie

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